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Ladungsträger Inka lässt Paletten zur Kunst werden

Logistik und Kunst? Das geht zusammen – beispielsweise am Theresia-Gerhardinger-Gymnasium in München. Dort haben Schülerinnen von der Unter- bis zur Oberstufe einige hundert Paletten im Drittel-Euro-Format zu Kunstobjekten umgestaltet.

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Inka Paletten bringt Logistik und Kunst zusammen.
Inka Paletten bringt Logistik und Kunst zusammen.
(Bild: Inka Paletten)

Die Palette gehört zur Logistik. Deutlich älter aber als die Palette als Ladungsträger ist die Mischpalette in der Kunstmalerei. „Für den Querbezug waren wir aber als Palettenfachleute blind. Darauf sind wir erst im Laufe des Projektes gestoßen“, erklärt Peter Fischer, Geschäftsführer der Inka Paletten GmbH.

Die Idee, die Pressholzpaletten als Maluntergrund zu verwenden, kam in einem Kundengespräch zustande. Die Inka-Paletten aus Holzwerkstoff haben produktionsbedingt vertiefte Ränder. Diese lassen die Palette in der Draufsicht einem Bilderrahmen ähneln. „Die Idee des Bilderrahmens haben wir aufgeschnappt und nach einer Umsetzungsmöglichkeit gesucht“, erklärt Fischer. „Weil das Thema Bildung immer wichtiger wird und wir als Unternehmen auch gesellschaftliche Verantwortung tragen, wollten wir nicht an einen etablierten Künstler herantreten, sondern haben nach einer Schule gesucht, die Lust darauf hatte, unsere Idee umzusetzen.“

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Freiheit der Kunst siegt über vorgegebene Themenstellung

Diesen Partner fand der Palettenproduzent mit dem Theresia-Gerhardinger-Gymnasium am Anger in München. Das sprachliche, musische und wirtschaftswissenschaftliche Gymnasium ist eine reine Mädchenschule. Fischer: „Zuerst wollten wir der Schule ein Thema mit auf den Weg geben, etwa Fragestellungen zur Globalisierung oder Holzwerkstoffe und Nachhaltigkeit. Aber am Ende hat die Freiheit der Kunst gesiegt.“

Als die Palettenstapel die Schule erreicht hatten, legten die Schülerinnen los. Die Sechstklässlerinnen entdeckten die Ähnlichkeit der Palette mit einem Bettgestell und legten darauf eine „Prinzessin auf der Erbse“. Schülerinnen der siebten Klasse verwandelten die Paletten in Spuk- und Traumschlösser oder Badestrände. Mittelstufenschülerinnen beschäftigten sich auf dem ungewöhnlichen Malgrund mit Brillenmode und typografischen Themen, die Schülerinnen der Oberstufe mit Op Art und Kubismus.

Erlös aus Paletten-Versteigerung kommt Schule zugute

Beim Projekt besuchten sie die Münchner Museen, um die stilistischen Vorbilder im Original zu sehen. Ihre Werke stellten die Schülerinnen im Juli 2012 bei einer Vernissage vor. Fischer: „Es ist eine ganz tolle Sammlung an Bildern entstanden, die zeigt, wie sich junge Menschen von Jahr zu Jahr künstlerisch weiterentwickeln und heranreifen.“

Inka-Paletten hat die Sammlung komplett übernommen und wird Teile davon auf der Fachpack 2012 vom 25. bis 27. September in Nürnberg ausstellen. Dort kommen auch ausgewählte Bilder unter den Hammer. Der Versteigerungserlös kommt der Schule zugute und soll dort für den Kunstunterricht eingesetzt werden.

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