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Lagertechnik Intralogistiker wollen Euro

| Redakteur: Robert Weber

Auch Viastore zieht es nach China. Auf einer Pressekonferenz erklärt die Geschäftsführung um Philipp Hahn-Woernle, warum deutsche Schweißnähte nicht unbedingt im Reich der Mitte erwünscht sind und wieso eine Rückkehr zur Deutschen Mark katastrophal wäre.

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Viastore-Technik soll zukünftig auch in China und Brasilien Kunden locken. Bild: Viastore Systems
Viastore-Technik soll zukünftig auch in China und Brasilien Kunden locken. Bild: Viastore Systems
( Archiv: Vogel Business Media )

Ein Umsatzwachstum von 27% auf mehr als 95 Mio. Euro, gefüllte Auftragsbücher und neue Produkte – gute Nachrichten vom Intralogistikspezialisten Viastore Systems aus Stuttgart. Doch auf der Pressekonferenz kommt schnell die Frage zur Eurokrise und schon trübt sich die Stimmung etwas ein. „Eine Rückkehr zur Mark wäre eine Katastrophe für den Maschinenbau“, erklärte Frank Apel, Viastore-Geschäftsführer. Man wolle nicht, wie Schweizer Wettbewerber, über Nacht in Schwierigkeiten kommen, mahnte der Manager, machte aber auch deutlich, dass die Hochkonjunktur sich abschwäche.

„Zu Pessimismus sehen wir derzeit aber keinen Anlass“, unterstrich Apel, auch wenn das Hauen und Stechen am Markt sehr stark sei, so der Schwabe. „Ich habe das Gefühl, dass die Auftragsbücher noch nicht bei allen gefüllt sind“, so Apel, der weiterhin mit einem Preiskampf rechnet.

Produktion in China nicht ausgeschlossen

Deshalb investiert Viastore auch in die internationale Expansion. In China beziehungsweise Vietnam und Brasilien realisieren die Stuttgarter bereits erste Projekte. Russland ist schon länger ein Thema bei Viastore. Auch eine Produktion im Reich der Mitte will Philipp Hahn-Woernle nicht ausschließen. „Die deutsche Schweißnaht ist in China nicht unbedingt erwünscht“, erklärte der Geschäftsführer. Man müsse seine Produkte an den Markt anpassen, so Hahn-Woernle.

„In Deutschland kauft das Auge mit“, ergänzte Apel. In China sei das nicht der Fall. In Südamerika führe man bereits Gespräche mit einer großen Lebensmittelkette, bestätigte Hahn-Woernle. Er schätzt das derzeitige Marktvolumen in Brasilien auf zehn bis zwölf hochautomatisierte Projekte pro Jahr ein. „Ich rechne in drei bis fünf Jahren mit einer Automatisierungswelle in Brasilien“, prognostizierte Hahn-Woernle.

Spanier für Viastore

Dafür braucht es qualifiziertes Personal. Der Fachkräftemangel trifft auch Viastore. Deshalb begrüßt Apel auch die kürzlich beschlossene Reduzierung der Lohngrenzen für ausländische Fachkräfte und wirbt selbst aktiv in Spanien Experten an. „Noch haben wir niemanden aus Spanien eingestellt, aber wir haben erste Kontakte“, musste Apel auf Nachfrage allerdings zugeben.

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