Freut den Spediteur Logistik-KI bewältigt auch unter Zeitdruck hohes Auftragsvolumen

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Die Hero Group, Wahl & Co. und 5U AI zeigen in einer Kooperation, wie künstliche Intelligenz (KI) konkrete Entlastung in der Logistik schaffen kann. Vermittelt hatte die Zusammenarbeit der Innovationslotse Startpoint.

Fehmi Sener (5U AI), Jonas Poorthuis (Wahl & Co.) und Yagiz Abik (5U AI, v.l.) zeigen sich zufrieden mit der Leistung ihres digitalen Mitarbeiters.(Bild:  Startport)
Fehmi Sener (5U AI), Jonas Poorthuis (Wahl & Co.) und Yagiz Abik (5U AI, v.l.) zeigen sich zufrieden mit der Leistung ihres digitalen Mitarbeiters.
(Bild: Startport)

In nur einer Woche Live-Betrieb hat ein sogenannter selbstlernender „AI Worker“ des Münchener Start-ups 5U AI schon 182 Anfragen im Tagesgeschäft des familiengeführten Logistik- und Transportunternehmens Wahl & Co. bearbeitet und sich dabei kontinuierlich weiterentwickelt, wie es heißt. Der AI Worker liest eingehende Anfragen, gleicht relevante Informationen mit dem Transport-Management-System von Wahl & Co. ab, fügt bei Bedarf notwendige Dokumente hinzu und beantwortet die Anfragen automatisiert. Auch ohne technische Schnittstelle kann der digitale Arbeiter, wie es weiter heißt, über einen sicheren Browserzugang auf die erforderlichen Systeme zugreifen und die Arbeitsschritte wie ein Mensch ausführen. Gleichzeitig blieben die Kolleginnen und Kollegen als Kontrollinstanz in den Prozess eingebunden. Die Lösung funktioniert mit menschlicher Aufsicht, erkennt neue Anfragetypen und überführt wiederkehrende Muster in skalierbare Regeln.

Spediteure sind mit sich wiederholenden digitalen Aufgaben überlastet, deren Bewältigung nur durch Personalaufstockung möglich ist.

Yagiz Abik, Founder und CEO von 5U AI

Bei Wahl & Co. habe 5U AI einen KI-Mitarbeitenden in einem der problematischsten Bereiche des Logistikbetriebs eingesetzt, und innerhalb einer Woche hätte er, wie 5U AI angibt, den Großteil der eingehenden Anfragen bereits eigenständig bewältigt. „Genau für diese schnelle, konkrete Wirkung haben wir 5U AI entwickelt“, sagt Gründer Abik.

In fünf Tagen von 15 auf 96 Prozent

Bereits in der ersten Live-Woche zeigte die Lösung nach Angaben von Startport ihren konkreten Nutzen im Arbeitsalltag. Insgesamt wurden 182 Tickets in sieben Arbeitstagen verarbeitet. Der Begriff „Single-Pass-Completion“ bedeutet, dass ein Vorgang in nur einem einzigen Durchgang komplett und richtig erledigt wird, ohne dass man nachbessern oder korrigieren muss. Die Verbesserung von 15 auf 96 Prozent zeigt also einen enormen Lern- oder Optimierungseffekt in nur fünf Tagen, wie es heißt.

Gleichzeitig wurden 19 neue Anfragetypen identifiziert und in 15 skalierbare Regeln überführt. Darin zeigt sich ein zentraler Vorteil der Lösung: Der AI Worker arbeitet nicht nur bestehende Aufgaben ab, sondern lernt aus neuen Mustern und wird mit jeder Interaktion besser auf die operativen Abläufe abgestimmt. Antworten erfolgen im Durchschnitt innerhalb von rund 4,7 Minuten und damit innerhalb des geforderten des Zwei-Stunden-Zeitfensters.

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