Automatisches Kleinteilelager

Kürzere Lieferzeiten für Phoenix Contact

| Redakteur: Bernd Maienschein

Phoenix Contact wird am Stammsitz in Blomberg sein AKL erneut erweitern und so die Dynamik und Leistungsfähigkeit des Logistikstandorts deutlich erhöhen.
Phoenix Contact wird am Stammsitz in Blomberg sein AKL erneut erweitern und so die Dynamik und Leistungsfähigkeit des Logistikstandorts deutlich erhöhen. (Bild: Witron)

Phoenix Contact, Global Player auf dem Gebiet der Elektrotechnik, Elektronik und Automation, wird am Stammsitz Blomberg sein automatisches Kleinteilelager (AKL) erneut erweitern. Damit soll die Dynamik und Leistungsfähigkeit des Logistikstandorts noch einmal deutlich erhöht werden. Geplant und realisiert wird die Anlage vom Intralogistikspezialist Witron aus Parkstein.

Phoenix Contact muss seine Logistikkapazitäten ausbauen, insbesondere wegen permanent wachsender Kleinaufträge und dem Wunsch der Kunden nach immer kürzeren Lieferzeiten. Mehr als 30.000 Artikel sind bei einer Bestellung bis 16 Uhr bereits am nächsten Tag verfügbar. Die Umsetzung der AKL-Erweiterung durch Witron findet während des laufenden Betriebs im bestehenden Gebäude statt. Die Elektronikexperten von Phoenix Contact arbeiten mittlerweile seit beinahe 20 Jahren mit dem oberpfälzischen Generalunternehmer Witron zusammen.

Erhöhung der Pickleistung

Implementiert werden zehn zusätzliche multifunktionelle Kommissionierarbeitsplätze (in Summe dann 31 ), entwickelt nach anspruchsvollen ergonomischen Vorgaben. An jedem Arbeitsplatz wird – abhängig von der Auftragsgröße – in Behälter beziehungsweise direkt in den Versandkarton gepickt. Pro Stunde können so mehr als 2000 Auftragspositionen kommissioniert werden, was eine Steigerung der Pickleistung um 50 % zur Konsequenz hat.

Das Witron-IT-System ermittelt selbstständig das richtige Versandmedium. Verschiedene Plausibilitätskontrollen und innovative Terminaldialoge führen den Logistikmitarbeiter fehlerfrei durch den Prozess. Erhöht wird auch die Lagerkapazität: durch weitere automatisierte OPS-Gassen mit 60.000 Behälterstellplätzen (insgesamt dann 253.000) sowie neun zusätzliche Regalbediengeräte (in Summe dann 36).

Verändertes Bestellverhalten, hoher Kundenservice

Wurden früher zumeist Großmengen bestellt, ordern die Phoenix-Contact-Kunden aus einem Artikelsortiment von mehr als 30.000 verschiedenen Lagerartikeln heute sehr viel bedarfsorientierter und erwarten – neben einer Next-Day-Zustellung – zumeist noch eine Vorkonfektionierung der Produkte sowie die Übernahme von weiteren Lager- und Logistikdienstleistungen durch Phoenix Contact.

Diese veränderte Bestelldynamik, im Prinzip vergleichbar mit den Prozessen im Onlinehandel, wirkt sich in einer signifikanten Zunahme des Kommissioniervolumens aus. Daher wird das in bislang zwei parallele, redundant aufgebaute OPS-Module aufgebaute System um ein weiteres redundantes Modul vergrößert. Durch die Redundanz wird unter anderem eine sehr hohe Ausfallsicherheit gewährleistet, denn jeder Artikel aus dem Sortiment ist in jedem Modul verfügbar. So kann Phoenix Contact auch bei Störungen, Wartungen, Instandhaltungen und ungeplanten Mengenschwankungen einen hohen Lieferservice und maximale Termintreue gewährleisten, wie es heißt.

Weitere Beiträge des Unternehmens:

Witron

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