Intralogistik

Lebensmittelmulti vertraut Witrons Kommissionierlösungen

| Redakteur: Robert Weber

Vor der Baustelle: Claus Holm (Witron), Said Bindou (E. Leclerc SCAPAlsace) und Jean-Marc Heilig (Witron) freuen sich auf die Zusammenarbeit.
Vor der Baustelle: Claus Holm (Witron), Said Bindou (E. Leclerc SCAPAlsace) und Jean-Marc Heilig (Witron) freuen sich auf die Zusammenarbeit. (Bild: Sur Le Vif Photos)

Frankreichs größter Lebensmitteleinzelhändler E. Leclerc ordert als erster französischer Food Retailer die automatisierten Kommissioniersysteme von Witron. Zum Einsatz kommen ab 2014 die Lösungen OPM zur Kommissionierung von Handelseinheiten, DPP zur Kommissionierung von Halb-Paletten direkt im automatischen Palettenhochregal, ein voll integriertes Layer-Picking-System für die Anforderungen der Schnellläuferbelieferung sowie ein CPS zur Kommissionierung von Sperrigteilen.

Mit dem neuen Standort bei Colmar versorgt die E.Leclerc-Regionalgesellschaft SCAPAlsace zukünftig etwa 50 Hypermärkte sowie weitere etwa 50 Supermärkte und Drives mit fast 10.000 Artikeln des Trockensortiments in den Vertriebsregionen Elsass, Lorraine, Franche Comté und Bourgogne. Während französische Supermärkte mit den bekannten deutschen Formaten vergleichbar sind, werden in Frankreich Filialen mit einer Größe ab etwa 8-12.000 m² als Hypermärkte bezeichnet. Drives sind kleine lokale Kommissionierläger für E-Commerce-Bestellungen mit ca. 1500 bis 2000 m², welche gleichermaßen als Abholstellen (Drive-In) dienen, an denen Kunden die via Internet bestellte Ware schnell und bequem entgegennehmen können.

Ergonomierichtlinie fordert Veränderung von den Logistikern

„Das ist für uns ein zukunftsweisender und strategischer Schritt in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Kommissionierqualität, Kommissionierkapazität und insbesondere Arbeitsplatzergonomie, sowohl in der Logistik als auch in unseren Filialen. Die kommenden Veränderungen in unserer Branche machen diese Entscheidung notwendig“, erklärt Said Bindou, Geschäftsführer der Vertriebsregion SCAPAlsace. Frankreichs neue Ergonomierichtlinien erlauben zukünftig in den Filialen nur noch Palettenhöhen bis max. 1,79 m. „Um das Transportvolumen nicht zu erhöhen werden wir auf doppelstöckige Beladung umstellen, was eine nochmals reduzierte Palettenhöhe von 1,2 m sowie eine 50% Steigerung der Palettenvolumen bedeutet. Für unsere Produktivität ist es entscheidend, das sich daraus ergebende Mehr an Paletten dann automatisch kommissionieren und transportieren zu können“.

Mit den Witron-Lösungen können an einem Spitzentag bis zu 254.000 Handelseinheiten ausgeliefert werden. Ein Großteil davon wird im OPM-System filialgerecht und fehlerfrei mit COM-Maschinen anhand eines effizienten Schlichtalgorithmus nach den individuellen Vorgaben des jeweiligen Marktes, wie beispielsweise Store-Layout oder Regalbestückung auf Europaletten kommissioniert.

Die Kommissionierung von sperrigen Artikeln erfolgt im CPS-System ebenfalls filialgerecht mittels sprachgesteuerter Pick-by-Voice-Technik. Dabei wird die Pickfront dieser Palettenkommissionierlösung aufgrund des automatisierten Nachschubs durch Regalbediengeräte jeweils anhand der aktuellen Auftragsstruktur optimiert. Die Konsequenz ist neben kurzen Kommissionierwegen die permanente Verfügbarkeit der Artikel in den Kommissioniergassen.

Automatische Kommissionierung im Hochregallager

Die Kommissionierung von nach Lagen sortierten Mischpaletten für schnelldrehende Produkte, welche in großen Mengen an die Hypermärkte geliefert werden, erfolgt vollständig integriert mit zwei in das CPS-System eingebundenen Layer Pickern, die ebenfalls von den CPS-Regalbediengeräten mit Ware versorgt werden. Ein Lagendepalettierer nimmt die Artikel lagenweise von einer sortenreinen Palette ab, setzt diese auf eine Auftragspalette und bildet so kundenspezifische, nach Lagen sortierte Mischpaletten mit unterschiedlichsten Artikeln.

Des Weiteren werden die Märkte noch mit Halbpaletten beliefert, die als Displays im Markt aufgestellt werden. Die Kommissionierung verschiedener Halbpaletten auf einer Europalette findet dabei vollautomatisch direkt im Hochregallager statt.

Abschließend optimiert ein Warenausgangspuffer die Konsolidierung der Kundenaufträge aus den einzelnen Kommissionierbereichen und sorgt für die exakte terminliche Bereitstellung an den tourenspezifischen Auslagerbahnen.

Die Technik wird platzsparend auf einer Fläche von nur 32.000 m² implementiert. Als Generalunternehmer ist Witron neben der Logistikplanung für die Lieferung und Inbetriebnahme aller IT-, Steuerungs-, und Mechanikkomponenten verantwortlich. Die Instandhaltung und der Service werden vollständig durch ein Witron-Onsite-Team abgedeckt, wodurch eine permanent hohe Verfügbarkeit der kompletten Anlage gewährleistet ist.

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