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Flurförderzeuge Linde Safety Pilot minimiert Unfälle

Beim Umgang mit Gabelstaplern gilt menschliches Versagen als häufigste Ursache für Arbeitsunfälle. Unzureichendes Wissen oder mangelnde Konzentration verursachen Fehlbedienungen. Linde setzt dem ein elektronisches Fahrer-Assistenzsystem entgegen, das den Fahrer über ein Display beim sicheren Umgang mit seinem Stapler hilft.

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Am Display wird dem Staplerfahrer nicht nur der Lastschwerpunkt visualisiert, er liest dort auch das auf den Gabelzinken befindliche Gewicht, die aktuelle Hubhöhe, den Neigewinkel der Zinken und die maximale Hubhöhe ab.
Am Display wird dem Staplerfahrer nicht nur der Lastschwerpunkt visualisiert, er liest dort auch das auf den Gabelzinken befindliche Gewicht, die aktuelle Hubhöhe, den Neigewinkel der Zinken und die maximale Hubhöhe ab.
(Bild: Linde-MH)

Zu seiner Kundenveranstaltung „World of Material Handling“, die Anfang Mai im Messepark Mainz-Hechtsheim beginnt, kommt Linde unter anderem mit dem neuen Feature Linde Safety Pilot auf den Markt. Dieses elektronische Fahrer-Assistenzsystem unterstützt den Staplerfahrer über ein Display an seinem Arbeitsplatz beim sicheren Umgang mit seiner Maschine und hilft, gefährliche Situationen zu vermeiden. Damit werde das Unfallrisiko minimiert und die Arbeitssicherheit erhöht, so die Aschaffenburger.

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Nach den einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften sind Flurförderzeuge so zu betreiben, dass ihre Standsicherheit erhalten bleibt. Damit wird letztlich dem Staplerfahrer die Verantwortung dafür übertragen, dass er nicht mehr als die zugelassene Traglast auf die Gabelzinken hebt, den Lastschwerpunkt berücksichtigt und die maximale Hubhöhe nicht überschreitet.

Visualisierung mit vielen Bildern und wenig Zahlen

Doch häufig sieht sich der Fahrer einer Gleichung mit drei Unbekannten gegenüber, deren Werte er allenfalls grob schätzen kann. Ohne genaues Wissen um die von jedem Hersteller im Traglastdiagramm kenntlich zu machenden Angaben kann er sich und andere jedoch in ernsthafte Gefahr bringen. Linde Safety Pilot verspricht eine große Hilfestellung in dieser Situation: Der Fahrer braucht in Zukunft nur auf das in Augenhöhe montierte Display zu blicken und die drei Fragezeichen lösen sich auf.

Dem Bediener wird dabei nicht nur der Lastschwerpunkt visualisiert, er liest dort ebenfalls das aktuell auf den Gabelzinken befindliche Lastgewicht, die aktuelle Hubhöhe, den Neigewinkel der Gabelzinken und die maximale Hubhöhe ab, bis zu welcher er die aufliegende Last heben darf. Um alle Angaben schnell erkennen zu können, ist das Display übersichtlich gestaltet, zeigt Bilder und wenige Zahlen.

Bei Gefahr optische und akustische Warnung

Dabei ist der Linde Safety Pilot kein reines Anzeigeinstrument: Arbeitet der Fahrer in kritischen Bereichen oder kommt es zu Fehlbedienungen, wird er einerseits optisch und akustisch gewarnt – andererseits greift die Fahrzeugsteuerung aktiv und regulierend ein. Möchte der Staplerfahrer beispielsweise eine Last im Regal einlagern und nähert sich dabei dem Grenzbereich der Tragfähigkeit, reduziert sich die Hubgeschwindigkeit.

Hebt der Fahrer die Last weiter an und erreicht die Traglastgrenze, wird das Fahrzeug abgeregelt und sicherheitskritische Hub- oder Neigefunktionen unterbunden. In gleicher Weise wird die Fahrgeschwindigkeit in Abhängigkeit von Last, Hubhöhe, Neigewinkel und Lastschwerpunktabstand gesteuert. Das heißt, der Stapler reduziert seine Geschwindigkeit immer weiter, wenn der Bediener die Last während der Fahrt anhebt.

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