Flurförderzeuge

Lindes Hydrostatik-Stapler feiern ihren 50-sten

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Bereits seit den 1970er Jahren, nutzt Linde MH Axialkolbenmotore, die sich durch Hochdruckfähigkeit und Verstellbarkeit auszeichnen, um die mechanische Energie des Verbrennungsmotors in hydraulische Energie umzuwandeln.

Hydrostatischer Antrieb mit Schrägscheibenpumpen und Schrägscheibenmotoren

Etwa zur gleichen Zeit vollzog Linde MH den Schritt von den Schrägachsenpumpen zu den Schrägscheibenpumpen und -motoren und schuf damit die Voraussetzung für kompaktere Einbaumaße, längere Lebensdauer und eine sehr hohe Leistungsdichte.

Seit Mitte der 1980er Jahre sind die Schrägscheibenpumpen und -motoren in allen Stapleranwendungen von Linde im Einsatz – sowohl im offenen Ölkreislauf (Hubhydraulik) als auch im geschlossenen Ölkreislauf (Fahrhydraulik).

Eine Standardisierung und die Integration zahlreicher weiterer Funktionen erfolgte Anfang der 1990er Jahre mit der Einführung der modernen Axialkolbenmaschine der Baureihe 02 in Schrägscheibenbauweise.

Staplerbaureihe 39 x mit hydrostatischem Antrieb markiert Meilenstein

Mit der Staplerbaureihe 39x gelang im Jahr 2002 ein entscheidender Durchbruch bei der Drehzahlreduzierung, die zur Einsparung einer Getriebestufe führte und den Antrieb damit nicht nur leiser und verschleißärmer, sondern auch energiesparender machte.

Viele Hydraulik-Experten, heißt es, hätten über die Leistungsdichte und Präzision gestaunt, die mit Schrägscheibenantrieben realisiert wurde. Und die Praxis habe sogar die Überlegenheit gegenüber dem Radialkolbenantrieb bestätigt, bei welchem die Arbeitskolben im Gegensatz zur Axialkolbenpumpe nicht axial (parallel), sondern radial (senkrecht) zur Antriebswelle angeordnet sind.

Stapler mit hydrostatischem Antrieb profitieren von umfangreicher Expertise bei Linde MH

Entscheidende Voraussetzung für jeden großen Entwicklungsschritt sei gewesen, dass die Antriebstechniker bei Linde MH tief in das Fahrzeug hinein fühlen können, ist Bernward Welschof, Entwicklungsleiter Antriebstechnik bei Linde MH, überzeugt. Denn als einziger Gabelstaplerhersteller verantworte Linde sämtliche Komponenten, vom Fahrpedal bis zum Rad.

Und nicht nur der hydraulische Fahrantrieb, sondern auch die komplette Hubhydraulik einschließlich Elektronik, Lenkung und Bedienhebel entstammen der gemeinsamen Hydraulik- und Fahrzeugentwicklung unter einem Dach, so Welschof weiter.

Hydrostatischer Antrieb jetzt in vierter Generation

Mit dem Langsamläufer hat Linde aktuell die vierte Generation der Hydrostatik implementiert, die den Staplerfahrern hohen Fahrkomfort, Wendigkeit und feinfühlige Bedienung versprechen.

Gleichzeitig profitierten die Betreiber von einem geringem Wartungsaufwand und hoher Leistungsfähigkeit. Für die Zukunft haben die Antriebstechniker und Fahrzeugentwickler von Linde MH nach eigener Aussage bereits weitere Entwicklungen in der ‚Pipeline’.

Laut Welschof kann die Hydrostatik in Zukunft beispielsweise als Basis dienen, um die Prinzipien von Elektro- und verbrennungsmotorischen Antrieben zu verbinden und dem Anwender das Beste aus zwei Welten bieten.

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