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Handelslogistik Logistik-Outsourcing? Nur ein kleines bisschen

| Redakteur: Robert Weber

Im Mai liebäugelte der Hausgerätehersteller Miele noch mit einem Outsourcing seiner Distributionslogistik. Jetzt haben sich Geschäftsführung und Arbeitnehmer geeinigt. Die Logistik bleibt zum großen Teil inhouse und die Mitarbeiter müssen flexibler arbeiten.

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Keine Sorgen: Die Miele-Mitarbeiter in der Fertigung waren nicht von den Planungen betroffen, zeigten sich aber solidarisch mit ihren Kollegen aus der Logistik. Bild: Miele
Keine Sorgen: Die Miele-Mitarbeiter in der Fertigung waren nicht von den Planungen betroffen, zeigten sich aber solidarisch mit ihren Kollegen aus der Logistik. Bild: Miele
( Archiv: Vogel Business Media )

Das ostwestfälische Traditionsunternehmen verspricht sich von der Einigung mit den Logistikern Einsparungen in Höhe von 1 Mio. Euro im Jahr. Das schreibt die Regionalzeitung „Die Glocke“ und berichtet aus der Einigung:

  • Die Arbeitszeiten im Rahmen der tariflichen 35-Stunden-Woche sollen auch kurzfristig mehr dem tatsächlichen Arbeitsanfall angepasst werden. Das heißt, die Mitarbeiter müssen sich darauf einstellen, an bestimmten Tagen 10 h zu arbeiten und an anderen nur 5 h.
  • Neueinstellungen wird es nicht geben und freiwerdende Arbeitsplätze werden nicht neu besetzt.
  • Gleichzeitig werden die Leiharbeiterquote in der Distributionslogistik von 4,5% auf 10% erhöht und in Teilbereichen Logistikdienstleister eingesetzt.

Mehr Flexibilität in der Logistik gefordert

Für die 250 betroffenen Mitarbeiter im Stammwerk ändert sich mit der neuen Betriebsvereinbarung nur wenig. Die Tarifgehälter bleiben unberührt und auch die Wochenarbeitszeit bleibt konstant. Lediglich die Flexibilisierung wird von den Logistikern gefordert. Für die insgesamt 420 Mitarbeiter der Distributionslogistik gilt gleichzeitig eine Arbeitsplatzgarantie bis 30. Juni 2014, berichtet die Lokalzeitung.

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