Strategisches Aufweichen Mercedes-Benz will sogenannte Hochpreisstrategie teilweise aufgeben

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Mercedes-Benz weicht laut einem Pressebericht des Handelsblatts von seiner Hochpreisstrategie ab. Man strebe an, bei der Pkw-Sparte künftig nicht mehr nur wie eine Luxusmarke zu denken und zu handeln ...

Kursabweichung bei Mercedes-Benz! Wie dem Handelsblatt zu entnehmen ist, will Mercedes-Benz, bekannt für Premiumfahrzeuge im Pkw-Sektor, seinen oft als Luxusstrategie bezeichneten Weg teilweise aufgeben, um breiter anbieten zu können ...(Bild:  Mercedes-Benz)
Kursabweichung bei Mercedes-Benz! Wie dem Handelsblatt zu entnehmen ist, will Mercedes-Benz, bekannt für Premiumfahrzeuge im Pkw-Sektor, seinen oft als Luxusstrategie bezeichneten Weg teilweise aufgeben, um breiter anbieten zu können ...
(Bild: Mercedes-Benz)

Das Reizwort Luxus soll laut Insiderberichten bei Mercedes-Benz nun weitgehend aus der Strategie eliminiert werden, damit das Zielbild breiter werden könne. „Wir haben unsere Strategie eigentlich nie als Luxusstrategie bezeichnet“, kommentierte Konzernchef Ola Källenius bei einem Interview mit dem Handelsblatt. Mercedes stehe jedoch für das Besondere und das erklärte Ziel war und ist, in allen Segmenten das jeweils begehrenswerteste Angebot machen zu können. Nach wie vor wollen die Stuttgarter Autobauer also demnach der Marge den Vorzug vor der Menge geben, aber nur solange die Fabriken am Anschlag produzieren – besonders jene in Deutschland. Källenius hatte mit der einsetzenden Flaute angekündigt, die Produktionskapazitäten in Deutschland deutlich kürzen zu wollen, um auch mit weniger verkauften Fahrzeugen genug Gewinn machen zu können. Bei Mercedes-Benz sackte das Konzernergebnis im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über die Hälfte auf rund 2,7 Milliarden Euro ab. Aber alle deutschen Autohersteller klagen ja derzeit. Källenius brachte die Situation mit folgenden Worten auf den Punkt: „Autobau ist sowieso ein hartes Geschäft, aber wir erleben momentan Wolkenbrüche, Hagel, Sturm und Schnee auf einmal!“

Die Plagen der deutschen Autohersteller

Der Chef des Autobauers sieht dafür vor allem drei Gründe: Wenn die USA entschieden, eine seit Jahrzehnten bestehende Welthandelsordnung neu zu definieren, dann habe das eben Auswirkungen auf das Geschäft. Die USA hatten unter Präsident Donald Trump zuletzt die Zölle auf Importe aus der EU angehoben, darunter auch auf Autos. Zweitens erleben wir in China einen darwinistischen Wettbewerb, so der Mercedes-Benz-Chef weiter. Im chinesischen Markt konkurrierten über 100 Automobilhersteller miteinander. „Zusätzlich ist die Kauflaune dort in den für uns wichtigen, hohen Segmenten seit einigen Jahren sehr zurückhaltend, um es vorsichtig auszudrücken“, merkte Källenius dazu an. Das zusammen würde zu einem unglaublichen Wettbewerbsdruck führen, der allen Akteuren zusetze. Drittens dauere die Transformation zur Elektromobilität länger an, als noch vor einigen Jahren angenommen. Deshalb müsse Mercedes-Benz für eine längere Zeit parallel in mehrere Antriebstechnologien investieren.

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