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Logistikzentrum Miele-Invest: Mehr Platz für Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler

| Redakteur: Robert Weber

Der ostwestfälische Haushaltsgerätehersteller Miele investiert 23 Mio. Euro in seine Logistikprozesse und erweitert mit dem Geld sein Warenverteilzentrum am Standort Gütersloh. Das Unternehmen erwartet steigende Stückzahlen.

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(Bild: Miele)

Der Plan von Dr. Stefan Schwinning, Leiter des Zentralbereichs Distributionslogistik International bei Miele, und seinem Team: Das Herzstück der Fertigwarenlogistik von 108.000 auf 188.000 Stellplätze zu erweitern. Das Warenverteilzentrum dient dem Unternehmen seit 1994 als Logistikplattform für die deutschen und ausländischen Vertriebsgesellschaften und Partner. Damals investierten die Ostwestfalen 120 Mio. DM in das Projekt. Mittlerweile stößt der Bau aber an seine Kapazitätsgrenzen. „Obwohl wir das WVZ durchgängig im Drei-Schicht-Betrieb fahren, wird es immer enger“, erklärt Schwinning. Dies liege zum einen an der sehr positiven Absatzentwicklung der beiden letzten Jahrzehnte, aber auch an der zunehmenden Internationalisierung der Logistikprozesse. So nehme zum Beispiel die direkte Belieferung großer Auslandskunden aus dem WVZ perspektivisch deutlich zu. „Im Ergebnis führt auch dies dazu, dass der Logistikstandort Gütersloh weiter an Bedeutung gewinnt“, sagt Schwinning.

Schon vor 10 Jahren an die logistische Zukunft gedacht

Mit dem aktuellen Ausbau des WVZ nutzt Miele eine Option, die schon bei der ursprünglichen Konstruktion eingeplant wurde. „Die Erweiterung fußt auf dem bestehenden Betonsockel und misst 77 mal 62 m, was 4774 m² Grundfläche entspricht“, sagt Hans-Martin Bräkling, Leiter der Miele-Bauabteilung (Hochbau). Unter Berücksichtigung einer lichten Höhe des Lagergebäudes von 28 m Höhe ergibt dies einen umbauten Raum von ca. 130.000 m³ mit rund 80.000 zusätzlichen Regalplätzen auf 16 Ebenen. Die Gesamthöhe über dem Boden beträgt 36 m. Bräkling: „Die Außenwände werden Mitte 2014 fertiggestellt und der Innenausbau Mitte 2015.“

Im bestehenden Teil lagert das Unternehmen auf 16 Ebenen. Mithilfe vollautomatischer Förderbänder, Verteilfahrzeuge (Shuttles) und Hubwerke agiert die Logistik effizient. Die Shuttles sind Sonderanfertigungen für Miele. Ein Lieferant fertigte diese nach Vorgaben des Unternehmens, erklärte eine Sprecherin gegenüber MM Logistik. Ein zentraler Lagerverwaltungsrechner weist die freien Lagerplätze zu und steuert jede einzelne Lagerbewegung nach der Devise „first in, first out“. „Dieses System, das 1994 nach einem Jahr Testlauf in Betrieb gegangen ist, hat sich bis heute ausgezeichnet bewährt“, so Schwinning.

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Wenn das um 75 % vergrößerte WVZ seinen Betrieb aufnimmt, kann der tägliche Lagerdurchsatz mehr als 20.000 Geräte erreichen. „Damit sind wir bestens aufgestellt, um unsere Kunden trotz immer komplexerer Anforderungen an unsere Logistik und steigender Stückzahlen auch weiterhin pünktlich beliefern zu können“, sagt Logistik-Manager Schwinning. Aktuell werden Miele-Geräte in wichtigen Kernmärkten wie Deutschland in der Regel binnen 24 Stunden ausgeliefert, heißt es stolz aus der Konzernzentrale.

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