Verpackungstechnik

Mit der „Grassbox“ CO2 und Wasser sparen

| Redakteur: Gary Huck

Bei der Produktion der „Grassbox“ soll 99 % weniger Wasser verbraucht werden als bei der Herstellung herkömmlicher Wellpappe.
Bei der Produktion der „Grassbox“ soll 99 % weniger Wasser verbraucht werden als bei der Herstellung herkömmlicher Wellpappe. (Bild: Salewa)

Salewa geht einen weiteren Schritt bei der Vermeidung von Plastikmüll. Ab Juli 2019 sollen 60 % der Lieferungen des Unternehmens in neu entwickelten ökologischen Verpackungen versandt werden.

Die Außenschicht der neuen „Grass-Boxen“ der Bergsportmarke bestehen zu 40 % aus Gras. Der Rohstoff werde aus regionalen Quellen bezogen und komme von Ausgleichsflächen. So würden Tieren keine Nahrungsfläche genommen werden. Im Vergleich zu herkömmlicher Wellpappe wird bei der Herstellung der neuen Box 99 % weniger Wasser verbraucht, heißt es von Salewa. Das soll den CO2-Ausstoß bei der Produktion um die Hälfte reduzieren. Die Innenseite der Verpackung, die von Dinkhauser Kartonagen in Tirol hergestellt wird, besteht aus Forest-Stewardship-Council-(FSC-)zertifiziertem Karton mit einem hohen Recyclinganteil.

„Grassbox“ zu 100 % recyclingfähig

Die Box ist mit einem wiederverwendbaren integrierten Rücksendeverschluss ausgestattet. Laut Salewa ist die Verpackung zu 100 % recyclingfähig und nach der Fertigungsweise bei Dinkhauser ein reines Naturmaterial. Die „Grassboxen“ sind mit Informationen bedruckt, die dem Kunden die Vorteile, die für Mensch und Natur entstehen, aufzeigen. „Wir müssen langfristig denken. Als Menschen und als Unternehmen. Wir wollen als Bergsportmarke alle Bereiche bedenken und unser maximal Mögliches geben, um unserer sozialen und ökologischen Verantwortung gerecht zu werden“, sagt Stefan Rainer, Brand Manager bei Salewa.

Etikettieren mit komplett recyceltem Material

Kennzeichnung

Etikettieren mit komplett recyceltem Material

04.06.19 - Schäfer-Etiketten und Herma haben ein Polyethylen-Etikett entwickelt, das komplett aus Recyclat besteht. Vom 5. bis 6. Juni 2019 wird es auf der Cosmetic Business der Öffentlichkeit vorgestellt. lesen

Die Oberalp Group, zu der Salewa gehört, engagiert sich auch in anderen Bereichen für Nachhaltigkeit. Nach Konzernangaben kümmern sich seit 2012 Experten in den Bereichen Arbeits- und Menschenrechte, Management von Chemikalien in Produkt- sowie Lieferkette, Kommunikation, Umweltmanagement und nachhaltiger Produktion darum, dass Nachhaltigkeitsvorgaben eingehalten werden. Einen Überblick darüber liefert Oberalp in ihrem Sustainability-Report.

Salewa selbst hat neben den ökologischen Verpackungen auch in anderen Bereichen die Nachhaltigkeit im Fokus. Laut der Bergsportmarke werden 76 % ihrer Bekleidung aus PFC-freien Stoffen gefertigt, über 20 % ihrer Kollektionen werden aus recyceltem Material wie Wolle oder Polyester gefertigt und 60  % der Isolationsprodukte werden aus tierschutzgerecht produzierter Tiroler Wolle hergestellt.

Weitere Beiträge des Unternehmens:

Dinkhauser

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