Materialversorgung Mit „indirektem“ Material systematisch umgehen

Jeder kennt Danfoss. Die Produkte des Konzerns arbeiten in Heizungen, Motorregelungen und mobilen Maschinen sowie in der Kälte- und Klimatechnik. Zur Versorgung mit „indirekten“ Materialien setzen die Dänen auf Lösungen von Würth Industrie Service.

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Das innovative Wiegesystem „ORSYmat WGT“ im Praxiseinsatz bei Danfoss.
Das innovative Wiegesystem „ORSYmat WGT“ im Praxiseinsatz bei Danfoss.
(Bild: Würth Industrie Service)

Danfoss-Lösungen helfen weltweit bei der Versorgung mit frischen Lebensmitteln und stellen den Komfort in Gebäuden sicher. Außerdem ermöglichen die Dänen mit ihren Produkten, energieeffiziente Infrastrukturen und vernetzte Systeme aufzubauen, gleichzeitig regenerative Energien besser zu nutzen.

Auf der Suche nach einem verlässlichen Partner im Bereich der Versorgung mit persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) – also sogenannte indirekte Materialien, die nicht ins Produkt eingehen – wurde man im Main-Tauber-Kreis bei Würth Industrie Service fündig. Wie Danfoss agiert auch Würth weltweit und ist in der Lage, die elementaren Anforderungen der Dänen abzubilden: Liefersicherheit, zentrale Preisstrategie und persönliche Ansprechpartner. Hinzu kommen das erwünschte einheitliche Qualitäts-, Service- und Systemniveau, maximale Prozessverschlankung sowie die Kosteneinsparungen, die mithilfe von Würth-Produkten realisierbar sind.

Entnahmen per Wiegezelle detektieren

Das bei Danfoss seit einigen Jahren weltweit für die Versorgung mit indirekten Materialien eingesetzte System „ORSYmat“ stellt eine vollständig automatisierte, kontaktlose Beschaffung sicher. Durch die dezentrale Bereitstellung kann Danfoss eine erhebliche Kosten- und Zeitreduktion erzielen. Im Parchimer Produktionswerk hat Danfoss jetzt das Wiegesystem „ORSYmat WGT“ für alle Bedarfe rund um die persönliche Schutzausrüstung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Betrieb genommen. „WGT“ steht dabei für „Weight“ und bedeutet schlicht und ergreifend, dass die Vorrichtung Artikelentnahmen aufgrund integrierter Wiegezellen erkennt, denn das Gewicht des eingelagerten Artikels ist hinterlegt.

Weil fehlendes Werkzeug oder PSA hohe Kosten verursachen können, wurde bei Danfoss am Standort Neumünster ein Pilot gestartet. Man wollte die Anforderungen und Bedürfnisse an eine nahtlose, automatische MRO-Versorgung (Maintenance, Repair and Overhaul) mit zwei Abteilungen im Regelbetrieb testen. Dabei wurden zwei Klappenautomaten und vier Rotationsautomaten für verschiedenste Produktgruppen installiert.

Alle Beschäftigten in den Werken konnten dadurch ihre Schutzausrüstung wie Handschuhe oder Brillen sowie sonstige Verbrauchsmaterialien wie Klebebänder direkt in der Halle mit ihrer Mitarbeiterkarte per RFID entnehmen.

Lars Peter Christiansen, Global Category Manager bei Danfoss

Das Ganze geschah völlig selbstständig, ohne Umwege und ohne Abhängigkeit von einer zentralen Materialausgabestelle. Bei voller Bestandsübersicht kümmerte sich das System darum, dass die entnommenen Artikel digital und automatisch nachbestellt wurden und gewährleistete auf der anderen Seite die Übersicht über Verbräuche und Kosten. Nach einem halben Jahr wurden weitere 20 Ausgabeautomaten an zehn dezentralen Ausgabestationen aufgestellt.

Indirektes Material mit System

Egal ob in der Slowakei, in Frankreich oder in Polen: Die Automaten sind auf ganzer Linie ein Erfolg und tragen durch signifikante Kostensenkung und Zeitersparnis bei der Beschaffung zu mehr Effizienz und Produktivität bei. Das Beispiel Danfoss zeigt, welche Potenziale und Chancen im Bereich „indirektes Material mit System“ bestehen.

Der Standort in Neumünster dient innerhalb des Danfoss-Konzerns als Best Practice für die komplette Firmengruppe. Mittlerweile werden die Automaten Stück für Stück in sämtlichen europäischen Ländern ausgeweitet.

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