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Logistikpersonal „Moderne Sklaverei“ im Amazon-Lager?

| Redakteur: Robert Weber

Amazon steht kurz vorm stressigen Weihnachtsgeschäft. Da kommen schlechte Nachrichten von Gewerkschaften ungelegen. Die Frage: Nutzt das Unternehmen Langzeitarbeitlose aus?

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Keine Probleme in Leipzig; die Amazon-Logistikzentren in Werne und Rheinberg stehen in der Kritik. Bild: Amazon
Keine Probleme in Leipzig; die Amazon-Logistikzentren in Werne und Rheinberg stehen in der Kritik. Bild: Amazon
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Medienbranchenmagazin Meedia berichtete, dass der Versandhändler an den Standorten Rheinberg und Werne auf Arbeitlose zurückgreift, diese jedoch vor Einstellung ein vierwöchiges, unentgeltliches Praktikum ablegen müssen. Die SPD und die Gewerkschaft Verdi werfen dem US-Unternehmen diese Praktik vor und wehren sich gegen eine Subventionierung von Arbeitskräften durch das Land NRW.

Jobcenter wollen nicht mehr mitmachen

In dem Artikel wird von „moderner Sklaverei“ gesprochen und viele Langzeitarbeitlose würden sich ausgebeutet fühlen, heißt es. Die Jobcenter wollen das kostenlose Praktikum nicht mehr unterstützen. Man wolle Amazon nicht durch kostenlose Arbeitnehmer das Weihnachtsgeschäft subventionieren, schreibt Meedia.

Die Amazon-Stellungnahme: „Je nach Geschäftsentwicklung könnten es in jedem der Logistikzentren mehrere hundert Mitarbeiter sein, die im Anschluss an das Weihnachtsgeschäft weiterhin beschäftigt werden könnten“, berichtet der Branchendienst.

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