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Türen/Tore Offen zu allen Seiten

| Autor / Redakteur: Marcus Walter / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Wer Restaurants oder Hotels von namhaften globalen Marken besucht, sitzt wahrscheinlich auf Stühlen und Bänken der Reinhold Keller Group. Die neue Logistikhalle der Reinhold Keller GmbH hat an jeder Seite eine spezielle Lösung für Tore und Verladetechnik.

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Durch die Konzentration auf nur einen Hersteller für Tore, Türen und die Verladetechnik spart die Reinhold Keller GmbH Anfahrtskosten für die Monteure.
Durch die Konzentration auf nur einen Hersteller für Tore, Türen und die Verladetechnik spart die Reinhold Keller GmbH Anfahrtskosten für die Monteure.
(Bild: Hörmann)

Das Familienunternehmen Reinhold Keller hat sich auf Inneneinrichtungen für die Systemgastronomie, Hotels, Fitnessstudios und den Einzelhandel spezialisiert. Produziert werden die Möbel und die zugehörigen dekorativen Elemente am Stammsitz in Kleinheubach.

2018 war die Logistik nach Jahren der Expansion an ihre Grenzen gestoßen und erforderte eine neue Halle für das Lagern von Kleinteilen sowie die Steuerung des Warenein- und -ausgangs. Mit dem 6700 m² großen Gebäude wurde die Dreßler Bau GmbH beauftragt, die den Bau im April 2019 übergeben konnte.

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Zu den Vorgaben zählte, dass Hörmann sämtliche Tore, Türen und die Verladetechnik liefern sollte. „Durch unsere anderen Gebäude haben wir Erfahrungen mit verschiedenen Anbietern, wobei uns Hörmann immer das beste Paket geboten hat“, berichtet Bernhard Weidinger, der bei der Reinhold Keller General Contracting GmbH den Kundenservice verantwortet. Durch die Konzentration auf einen Hersteller spare man zudem Anfahrtskosten für die Monteure.

Der Transport der Möbel zwischen Produktion und der 50 m entfernt liegenden Logistikhalle erfolgt durch einen Routenzug, der auf dem Rückweg Kleinteile wie Schrauben, Bänder und Beschläge aufnimmt und damit die Mitarbeiter in der Montage versorgt.

Stahl-Sandwich-Lamellen sind thermisch getrennt

An den Außenseiten des Wareneingangs und des Kleinteilelagers kommen drei robuste und elektrisch angetriebene Spiraltore zum Einsatz. Mit 2,5 m/s bieten sie eine sehr hohe Öffnungsgeschwindigkeit, während sie zugleich über gute Dämmeigenschaften verfügen. Das liegt an den thermisch getrennten Stahl-Sandwich-Lamellen, die mit Polyurethan ausgeschäumt sind. Beim Öffnen der 4 m hohen Tore werden die Lamellen sicher und berührungslos in eine Spiralkonsole geführt. „Die schnellen Spiraltore kosten in der Anschaffung zwar mehr als ein vergleichbares Industriesektionaltor, dafür minimieren wir aber während des Öffnens und Schließens den Wärmeverlust in der Halle und sparen uns damit ein vorgelagertes flexibles Schnelllauftor“, so Weidinger.

An der gegenüberliegenden Südwestseite der Logistikhalle liegt der Warenausgang mit insgesamt 14 elektrisch angetriebenen Industriesektionaltoren. Die 2800 mm breiten und 4000 mm hohen Tore werden senkrecht nach oben geführt, um den verfügbaren Raum oberhalb des Tores optimal nutzen zu können. Um die Hallenfläche bis zu den Außenwänden voll nutzen zu können, kommen hier Vorsatzschleusen zum Einsatz. Bei Vorsatzschleusen wird das Sektionaltor nicht auf, sondern hinter der Ladebrücke bis auf den Hallenboden geführt. Die Ladebrücke sitzt demnach außerhalb der Halle, wodurch die Toröffnung besonders außerhalb der Verladezeit gut isoliert ist. „Die Wärmedämmung und das Raumklima sind dank der Vorsatzschleusen deutlich besser“, bestätigt Weidinger, der vor allem die Zugluft aus der Halle verbannen wollte.

Höhendifferenz wird ausgeglichen

Die 14 Laderampen sind mit hydraulischen Ladebrücken bestückt und bilden zusammen mit den Seitenteilen die Unterkonstruktion der Vorsatzschleusen. Die 3 m langen Ladebrücken können die Höhendifferenz zwischen Laderampe und den unterschiedlichsten Lkw-Ladeflächen ausgleichen.

Nach einem völlig anderen Prinzip arbeiten die fünf speziell für Kleintransporter konzipierten Verladestellen an den Seitenwänden der Halle. Auch hier werden elektrisch angetriebene Tore eingesetzt, die jeweils 4500 mm breit sind. Pro Tag werden damit 15 bis 20 Sprinter abgefertigt, die seitlich an die dafür vorgesehenen Laderampen heranfahren.

Diesen Beitrag können Sie auch in einem E-Paper aus unserem Heftarchiv nachlesen: MM Logistik Ausgabe 002 2020

Ergänzendes zum Thema
Der Kunde
Reinhold Keller GmbH

( Bild: Hörmann )

Die Reinhold Keller GmbH konzipiert und produziert komplette Inneneinrichtungen für die Gastronomie, den Ladenbau, Hotels und Fitnessstudios. Zu den Kunden zählen bekannte Marken wie McDonald´s oder Hans im Glück. Die mittelständische Firma mit Sitz in Kleinheubach ist Teil der Reinhold Keller Group. Das Unternehmen beschäftigt rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 30 Ländern aktiv. Neben fünf Standorten in Deutschland besteht eine weitere Niederlassung in Tschechien. Als „One-Stop-Shop“ der Einrichtungsbranche bietet die Firmengruppe Komplettlösungen von der Planung bis zur Ausführung als Generalunternehmer. Das Unternehmen wird in fünfter Generation von der Architektin Irmgard Keller-Bauer und ihrem Mann Manfred Bauer geführt.

* Marcus Walter ist freier Journalist in 84183 Niederviehbach. Weitere Informationen: Hörmann KG Verkaufsgesellschaft in 33803 Steinhagen, Tel. (0 52 04) 9 15-0, info@hoermann.de

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