Lastenhandling Produktoffensive in Sachen optimiertes Lastenhandling

Redakteur: Peter Königsreuther

Bei der Intralogistik gehört das Lastenhandling zum täglichen Brot. Expresso ist Spezialist für Systeme, die das gefahrlos und energieeffizient bewerkstelligen. Jetzt gibt es Neues im Portfolio...

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Expresso startet eine Produktoffensive! Mehr Leistung und eine höhere Effizienz bietet deshalb das adaptive Transportsystem „touch2move“, das dazu neue Servomotoren und Controller hat.
Expresso startet eine Produktoffensive! Mehr Leistung und eine höhere Effizienz bietet deshalb das adaptive Transportsystem „touch2move“, das dazu neue Servomotoren und Controller hat.
(Bild: Expresso)

Den Fokus richte der Kasseler Hersteller dabei auf die angetriebenen Handhabungs- und Transportsysteme seines Geschäftsbereichs Dynamic. „In einem ersten Schritt werden wir zunächst das neue ,lift2move‘-Fahrwerk, die neuen Antriebs- und Steuereinheiten für unseren adaptiven Transporter ,touch2move‘ sowie das neue Balancelift-Baukastensystem präsentieren“, kündigt Oliver Stauch-Vaupel an, der den Geschäftsbereich Dynamic leitet.

Vorverlagerter Drehpunkt optimiert das Fahrverhalten

Das mobile sowie manuell bedienbare Flurförderzeug „lift2move“ gibt es in mehreren Einzel- und Doppel-Hubmast-Modellen. Es handelt sich um ein Hebe- und Transportsystem, das nun noch über ein verbessertes Fahrwerk verfügt, das die Grundlage für die Weiterentwicklung der Fernarretierung schafft, wie Expresso erklärt. Dafür hat man den Drehpunkt auf eine vordere Rolle verlagert, was eine überaus stabile Geradeausfahrt und eine ergonomischere Kurvenfahrten mit deutlich geringer wirkenden Querkräften zur Folge hat. Das wirke sich auch bei schwerer Beladung positiv aus. Die mechanische Fernarretierung der vorderen Bock-/Lenkrollen wird man direkt am Griff initiieren können.

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Das anpassungsfreudige Vorschubmodul

Als zweite wichtige Innovation präsentiert das Unternehmen eine neue Antriebs- und Steuermöglichkeit für das adaptive Transportgerät „touch2move“. Das System wird übrigens ein- oder zweimotorig angeboten. Expresso beschreibt es als universell anwendbares Vorschubmodul, das sich mit fast allen vierrädrigen Plattform- und Werkstattwagen, Gitterboxen und Ladungsträgern kombinieren lässt. Gefahren und gelenkt wird jetzt über störsichere sowie upgrade-fähige Sensorgriffe, wobei das Gerät sich stets dem (Schritt)Tempo des Nutzers anpasst und auch bei Auf- und Abwärtsfahrten eine gleichmäßige Geschwindigkeit beibehält, wie Expresso betont.

Die neuste Generation, die übrigens etwas leichter gemacht werden konnte, beinhaltet nun auch neue Servomotoren und Controller. „Diese Antriebe sind effizienter, leistungsfähiger und verdoppeln die Tragkraft auf rund 1000 kg“, so Stauch-Vaupel. Der neue Controller mache das System durch seine konstruktive Separierung vom Motor jetzt auch wartungsfreundlicher.

Kranbauexperten schaffen entwicklerischen Freiraum

Und der Balancelift, als Dritter im Bunde, ist ein Hebe- und Positioniergerät für das ergonomische und effiziente Handling von Bauteilen und Behältern bis 150 kg. Das geht stufenlos und präzise von der Hand, heißt es. Das Zusammenspiel von vier Komponenten, die sich der Aufgabenstellung individuell anpassen lassen, garantieren das: die Aufhängung, der Hubzylinder mit Energieversorgung, die Auf-Ab-Steuereinheit (oder eine selbst balancierende Steuerung) und die Lastaufnahme. Für die Hebefunktion braucht es keinen Strom, denn es reicht die übliche Druckluft von 6 bar. Deshalb kann das System auch in explosionsgefährdeten Zonen genutzt werden, so Expresso.

Aufgrund von Anwenderwünschen hat man den Balancelift auch neu strukturiert: „Dazu haben wir insbesondere die Lastaufnahmen standardisiert und modularisiert“, sagt Stauch-Vaupel. Daher werden bei den Aluminiumsystemen die Kompetenzen von zwei führenden deutschen Kranbauern für Synergien sorgen, heißt es. Denn die Aufhängungssysteme spielten bei der intelligenten Integration des Balancelift in die Materialflussprozesse bei den Anwendern eine zentrale Rolle. In Zukunft wird Expresso deshalb vorrangig die Hubmodule und Lastaufnahmen umsetzen, bei den Aufhängungen aber das Know-how der Projektpartner vom Kranbau ins Spiel kommen. Exresso schaffe sich so mehr Freiraum, um sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren und somit die Standardisierung und Modularisierung im Bereich der Vakuum-gestützten, pneumatischen und mechanischen Lastaufnahmen weiter voranzutreiben. Zugleich entlaste und stärke man damit auch das Engineering mit Blick auf Sonderlösungen.

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