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Bestandsmanagement Rossmann nutzt SCM-Software von Relex

| Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Das Bestandsmanagement der Drogeriemarktkette Rossmann ist äußerst komplex. Entsprechend flexibel und zuverlässig muss die Software sein, mit der das Handelsunternehmen die Warenflüsse managt. Das übernimmt jetzt die Supply-Chain-Management-Software (SCM-Software) von Relex Solutions.

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Rossmann nutzt für das Bestandsmanagement künftig die Software von Relex.
Rossmann nutzt für das Bestandsmanagement künftig die Software von Relex.
(Bild: Rossmann)

Da sich die Rossmann-Filialen in puncto Sortimentsbreite und -tiefe stark unterscheiden, muss die neue SCM-Software diese Faktoren in der Bestandsplanung zuverlässig abbilden. Für jede Filiale erstellt Relex daher automatisiert individuelle Regeln und Prognosen, weist frühzeitig auf künftige Lücken und Bedarfe hin und sorgt so für eine immer bedarfsgerechte Verfügbarkeit auch bei Kampagnenprodukten, so das Unternehmen. Den durch das stark kampagnengetriebene Geschäft Rossmanns entstehenden Bedarfsschwankungen soll die Software somit Rechnung tragen.

„Diese große Flexibilität des Systems hat uns überzeugt“, erklärt Jürgen Mattulke, Leitung Bestandsmanagement und Lieferantenmanagement bei Rossmann. Für die tagesgenauen, automatisierten Prognosen und Bestellvorschläge nutzt die Software über 3000 Kombinationen aus verschiedenen Forecast-Modellen und diversen Parametern wie beispielsweise Umschlagmustern der Vorjahre, saisonalen Effekten, Werbekampagnen und Mindestbestellmengen. Diese Informationen bezieht Relex aus dem ERP-System von Rossmann.

Hohe Performanz für rund 50 Mio. SKUs

Aufgrund der rund 50 Mio. Stock-Keeping-Units (SKUs) war auch die Rechenleistung der Lösung ein wichtiger Aspekt. Diese soll für große Datenmengen gerüstet sein. Die Daten des ERP-Systems speichert die Software in der eigens von Relex Solutions entwickelten Big-Data-Datenbank. Aufgrund des Spaltenlayouts werden die vielen Millionen Datensätze komprimiert und die Rechenvorgänge finden In-Memory, also im Arbeitsspeicher, statt. Auf diese Weise sollen die großen Datenmengen bis zu 100-mal schneller verarbeitet werden als mit vergleichbaren Systemen. Rossmann erhält somit besonders feinmaschige und tagesgenaue Prognosen in Echtzeit auch auf Filialebene.

Komplexe Warenflüsse zuverlässig und leicht managen

Bislang hat Rossmann die Bestände der sechs Regionalläger, des Zentrallagers und der Filialen mit zwei getrennten Systemen geführt. Seit 1996 nutzte die wachstumsstarke Drogeriekette eine Software zur Versorgung der Lagerstandorte. Im Jahr 2000 kam eine weitere Software zur Versorgung der Verkaufsstellen hinzu. Das starke Kampagnengeschäft und die Saisonware machten zwei weitere Dispositionstools notwendig, die Rossmann selbst programmiert hat. Darüber hinaus entwickelte das Unternehmen diverse Steuerungssysteme, um den immer größer werdenden Warenfluss zu organisieren. So entstand im Laufe der Jahre eine große Komplexität, die nun durch eine integrierte Gesamtlösung ersetzt werden soll. „Mit Relex tauschen wir das Herz unseres Warenflusses aus“, fasst Mattulke zusammen. „Wir sind uns sicher mit Relex einen guten Partner für unser Projekt an unserer Seite zu haben.“ Gemeinsam entwickeln die beiden Unternehmen zudem eine Lösung für die regalgerechte Filialdisposition.

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