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Verpackungsanlagen Rotkäppchen-Mumm-Sektkellerei setzt auf die Stretch Hood M von Beumer

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Um palettierte Getränkekartons mit hoher Ladungssicherheit in die Zentrallager und Verteilzentren der Abnehmer transportieren zu können, entschied sich Deutschlands Sekt-Hersteller, die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH, an zwei Produktionsstandorten für die Beumer-Verpackungssysteme Stretch Hood M.

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Hier werden die Marken Mumm Sekt, MM Extra und auch Jules Mumm hergestellt.
Hier werden die Marken Mumm Sekt, MM Extra und auch Jules Mumm hergestellt.
(Bild: Beumer Group)

Diese verpacken die palettierten Getränkekartons schnell, flexibel und nachhaltig mit einer Stretchhaubenfolie. Am Standort im hessischen Eltville hat Beumer die Verpackungsanlage so angepasst, dass das Folienformat je nach Palettengröße gewechselt werden kann. Die Sektkellerei kann mit diesen Anlagen ihre Logistik- und die Reklamationskosten mittelfristig erheblich reduzieren.

Im Lebensmittelhandel haben die Rotkäppchen-Mumm-Sektkellereien einen Sekt-Marktanteil von ungefähr 50 %. Die Unternehmensgruppe produziert heute mit rund 550 Mitarbeitern an fünf Standorten in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen und Baden-Württemberg. „In Eltville im Rheingau-Taunus-Kreis in der Nähe von Mainz haben wir einen sehr traditionsreichen Standort“, beschreibt Karl-Josef Lauzi die hessische Sektkellerei. Er ist seit über 30 Jahren bei den Sektkellereien angestellt und für die gesamte Produktion von Rotkäppchen-Mumm verantwortlich. „Das Haus wurde 1811 gegründet. Wir stellen hier zum Beispiel die bekannten Sekt-Marken Mumm, MM Extra und auch Jules Mumm her.“

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Verleimte Kartons lösten sich während des Transports

Die verschiedenen Getränke werden automatisch in Flaschen gefüllt, mit Korken, Agraffe und Kapsel verschlossen und mit dem entsprechenden Etikett versehen. Anschließend werden sie in die verschiedenen Kartons verpackt. Ein Palettierer nimmt die verpackten Flaschen auf und stapelt sie auf bereitstehende Paletten. Bisher wurde die oberste Schicht der Kartons verleimt und weiter zu einem Bindeautomaten transportiert, der die palettierten Getränkekartons umschnürte. Über den Palettentransport gelangen die Getränkekartons schließlich zum Warenausgang und werden dort für die Shuttle-Lkw des Logistikdienstleisters bereitgestellt. Pro Jahr verlassen so etwa 300.000 Paletten den Standort. Doch in der Vergangenheit lösten sich während des Transports durch scharfes Bremsen, plötzliche Lenkmanöver oder in Kurvenlagen immer wieder Kartons aus dem Verbund auf den Ladeflächen und Flaschen gingen zu Bruch. „Für einen schnelleren Materialfluss in ihren Zentrallagern setzen immer mehr unserer Abnehmer auf automatische Be- und Entladesysteme“, sagt Lauzi. Dazu muss die Ware ausreichend gesichert sein.

Stetch Hood M für nachhaltige Verpackungslösungen

Um Transportschäden zu reduzieren und den gestiegenen Logistikanforderungen gerecht zu werden, suchten die Verantwortlichen nach einer Verpackungslösung, die mehr Sicherheit und Stabilität der Getränkestapel gewährleistet. „Anfang 2012 kamen die Technik- und Logistikverantwortlichen der Sektkellereien schließlich mit einer konkreten Anfrage auf uns zu“, erinnert sich Klaus-Dieter Enzenbach, Gebietsverkaufsleiter bei der Beumer Maschinenfabrik GmbH in Beckum. Um die Verantwortlichen von der innovativen Technik zu überzeugen, lud Beumer sie zu Verpackungsversuchen mit den Originalprodukten nach Beckum ein. „Im Technikum wurde uns die beeindruckende Hochleistungsverpackungsanlage Beumer stetch hood M vorgeführt“, schildert Joachim Engler, Technischer Leiter bei den Rotkäppchen-Mumm- Sektkellereien in Eltville.

Flexibles Verpacken der Palettengrößen

Die Schrumpffolie als Verpackung entfiel. Auch das Wickelstretchverfahren war den Anforderungen nicht gewachsen, weil bei dieser Technik zu viel Folie verbraucht wird. „Die Hochleistungsverpackungsanlage von Beumer überzieht die palettierten Getränkekartons mit einer 40 Mikrometer dünnen Folienhaube. Damit werden diese beim Transport effektiv gesichert und gelangen unbeschadet zu den Abnehmern“, sagt Engler. „Außerdem können wir mit dieser Mehrformatanlage zwei verschiedene Palettengrößen verpacken. Der Wechsel erfolgt halbautomatisch. Dazu müssen wir bei der Anlage keine Nachrüstungen vornehmen. Für zukünftige Anforderungen sind wir so gut gerüstet.“

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