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RFID-Label Schnelle Prozesse in Drykorn-Logistik

Kurze Kollektionszyklen und wechselnde Trends prägen die Fashionwelt. In der Textillogistik sind daher Flexibilität, Kundenorientierung und vor allem Schnelligkeit gefragt. Mit einem RFID-System beschleunigt die Geis-Gruppe seit zwei Monaten den Warenein- und -ausgang für das internationale Modelabel Drykorn enorm.

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Das fränkische Modelabel Drykorn nutzt RFID nicht nur im Zusammenspiel mit seinem Logistikdiensleister Geis, sondern in der gesamten Supply Chain, also auch schon während der Produktion.
Das fränkische Modelabel Drykorn nutzt RFID nicht nur im Zusammenspiel mit seinem Logistikdiensleister Geis, sondern in der gesamten Supply Chain, also auch schon während der Produktion.
(Bild: Drykorn)

Schon seit Mai 2011 ist die Geis-Gruppe für das Fashionunternehmen aus dem fränkischen Kitzingen im logistischen Einsatz. Im Logistikzentrum Kürnach bei Würzburg verantworten Geis-Mitarbeiter das gesamte Warehousing vom Wareneingang über Picking & Packing bis zum Versand. Auf rund 1200 m², ausgestattet mit 2500 Fachbodenplätzen, lagert die Ware von Drykorn. Pro Auslieferungssaison kommissioniert und versendet Geis etwa 140.000 Artikel. Insbesondere den Wareneingang beschleunigt Geis jetzt mit einem neuen RFID-Gate. Für die Bestandsaufnahme der in Containern angelieferten Ware laufen die geschlossenen Kartons über eine Förderstrecke durch mehrere RFID-Leser. Da jeder einzelne Artikel mit einem entsprechenden Tag ausgestattet ist, steht in Sekundenschnelle fest, welche Artikel sich in welchen Größen, Schnitten und Farben im Karton befinden – und das ohne ihn zu öffnen.

RFID-Technik auch im Warenausgang im Einsatz

Den Inhalt nimmt Geis nach einem Stichprobenverfahren bei der anschließenden Qualitätskontrolle unter die Lupe. „Unsere Mitarbeiter messen zum Beispiel, ob die Pullovergröße exakt den vorgegebenen Maßen entspricht“, erklärt Niederlassungsleiter Henry Portisch. „Sie versehen die Produkte zudem mit Preisetiketten für verschiedene Modehausketten, verpacken sie je nach Wunsch und kommissionieren die Waren für die Empfänger europa- und weltweit.“

Auch im Warenausgang arbeitet Geis dank der neuen RFID-Technik noch schneller und mit 100%iger Qualität: Die konfektionierten Sendungen laufen durch die RFID-Gates und wenige Augenblicke später meldet das IT-System, ob der Auftrag korrekt ausgeführt wurde.

RFID-Nutzung in der gesamten Versorgungskette

Drykorn nutzt das RFID-System nicht nur im Warehouse, sondern während der gesamten Supply Chain. Schon in der Produktion werden die von Drykorn erzeugten Tags an den Kleidungsstücken angebracht und begleiten die Ware über das Lager bis in die Stores. Das Modelabel verfügt über drei eigene Shops in Berlin, die zusammen mit einem Partner vor Ort betrieben werden. Ansonsten wird die Ware an den gehobenen Facheinzelhandel, Boutiquen und Modehäuser – weltweit über 1000 Kunden – distribuiert. Seit 2010 gibt es auch einen eigenen Internet-Shop.

Aus Sicht von Drykorn sprachen gleich mehrere Aspekte für die Zusammenarbeit mit Geis. „Ab der ersten Kontaktaufnahme herrschte eine sehr positive Atmosphäre“, sagt Gerrit Voss, Geschäftsführer der Drykorn Modevertriebs GmbH & Co. „Wir haben gemerkt, da sind Persönlichkeiten am Werk, die immer verbindlich sind und für die das gesprochene Wort gilt. Ein mittelständischer, inhabergeführter Logistikdienstleiter aus der Region, sehr kundenorientiert, innovationsgetrieben und neugierig auf Neues, ist genau der richtige Partner für Drykorn.“

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