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Flurförderzeuge Selbst ist der Staplerbauer

Autor: M. A. Benedikt Hofmann

Durch seine hohe Fertigungstiefe und die Nutzung von Stahl anstatt Kunststoff will sich der Flurförderzeughersteller Crown vom Wettbewerb abheben. Um der Nachfrage entsprechen zu können, hat das Unternehmen kürzlich ein zweites Werk am Standort in Roding eröffnet.

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Das in Roding neu eröffnete Werk bietet eine 11.800 m² große Produktionsfläche.
Das in Roding neu eröffnete Werk bietet eine 11.800 m² große Produktionsfläche.
(Bild: Crown)

Unter den Herstellern von Flurförderzeugen sind eigenständige Unternehmen schon eine Besonderheit. Dass sich ein familiengeführter Betrieb erfolgreich an diesem Markt behaupten kann, klingt da fast unglaublich. Dennoch gelingt das Crown aus den USA bereits in der vierten Generation. Das hat laut Ken Dufford, Vice President Europe, zwei Hauptgründe: den Schwerpunkt auf elektrisch angetriebene Geräte und die außergewöhnliche Fertigungstiefe des Unternehmens. Über 85 % der in den Flurförderzeugen eingesetzten Bauteile werden von Crown selbst entwickelt und produziert. Das schlägt sich vor allem in einem multidisziplinären und kundennahen Entwicklungsprozess nieder, wie Mads Andreasen, Director of Manufacturing, betont.

Kurze Lieferzeit – hoher Servicegrad

Durch diese Herangehensweise will Crown über die nötige Flexibilität verfügen, um auch speziellen Kundenanforderungen gerecht zu werden. Außerdem ist das Unternehmen so nach eigenen Angaben in der Lage, Innovationen, Produktüberarbeitungen und -erweiterungen schnell umsetzen zu können. Neben dem eigenen Know-how und detaillierten Produktverständnis sind auch die Kontrolle über die Qualität und Kosten sowie über Entwicklungs- und Fertigungsprozesse unter den Vorteilen, die Crown für diese Art der Fertigung anführt. Die Kunden sollen außer der Qualität auch von den kurzen Lieferzeiten und dem hohen Servicegrad durch die leichte Verfügbarkeit von Ersatzteilen überzeugt werden.

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Steigerung der Kapazität

IIn Europa ist das Unternehmen dank dieser Strategie in den letzten Jahren besonders stark gewachsen. Erst kürzlich eröffnete Crown ein zweites Werk am Standort in Roding. Auf einem 60.200 m2 großen Gelände bietet das neue Werk 11.800 m2 Produktionsfläche und 1045 m2 Bürofläche.Hier wird vor allem die Endmontage der Flurförderzeuge durchgeführt. Etwa zehn Lkw pendeln hierzu täglich von Werk eins zu Werk zwei, um die am ersten Standort hergestellten Teile zur Endmontage zu bringen. Dort werden sie entweder direkt der Montage zugeführt oder im eigenen Hochregallager (HRL) gelagert. In diesem verrichten natürlich die Hochregalstapler der TSP–7000-Serie aus eigener Fertigung ihren Dienst.

100-%-Abnahme

Neben der üblichen Qualitätssicherung verfügt das neue Gebäude über einen Testbereich, in dem Fahrzeuge auf Herz und Nieren geprüft werden. Das ist auch nötig, da Crown eine 100-%-Abnahme seiner Produkte durchführt. Insgesamt verfügt das Unternehmen mittlerweile über mehr als 500 Standorte in 84 Ländern. Darunter befinden sich 17 Produktionswerke in den USA, Deutschland, Mexiko und China. Das Gelände des neuen Werks in Roding böte noch Platz für ein weiteres Gebäude, sollte die Nachfrage das nötig machen.

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Über den Autor

M. A. Benedikt Hofmann

M. A. Benedikt Hofmann

Chefredakteur MM MaschinenMarkt