RFID Sicherheit und Transparenz in der Lieferkette mit RFID

Autor / Redakteur: Andreas Kruse und Holger Klug / Claudia Otto

Hersteller können mittels RFID jederzeit genau wissen, wo sich ihre Fracht befindet. Um diesen Vorteil jedoch voll auszuschöpfen, muss sich die RFID-Infrastruktur nahtlos in die IT-Landschaften aller Beteiligten der Lieferkette einfügen lassen. Das richtige Tracking-and-Tracing-System macht dies möglich.

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Das videoüberwachte Einschweißen der Paletten verhindert, dass innerhalb der Logistikkette Teile der Fracht unbemerkt verschwinden können.
Das videoüberwachte Einschweißen der Paletten verhindert, dass innerhalb der Logistikkette Teile der Fracht unbemerkt verschwinden können.
( Archiv: Vogel Business Media )

Insbesondere bei Produkten der Unterhaltungselektronik werden hohe Anforderungen an die Logistikkette gestellt: Erstens haben derartige Produkte in der Regel einen höheren Warenwert im Vergleich zu anderen Konsumgütern, zweitens sind teure Produkte oft sehr klein, drittens ist die Nachfrageschwankung sehr hoch.

RFID bietet viele Möglichkeiten für mehr Transparenz

RFID bietet umfassende Möglichkeiten, für mehr Transparenz und Sicherheit in der Lieferkette zu sorgen, somit den Verwaltungsaufwand zu begrenzen und Verluste zu minimieren. So gestatten es RFID-Tags jederzeit genau zu verorten, wo sich die Fracht befindet.

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Damit dieser Vorteil der RFID-Technik allerdings voll ausgeschöpft werden kann, ist es notwendig, dass sich die RFID-Infrastruktur nahtlos in die IT-Landschaften aller Beteiligten der Lieferkette integrieren lässt. Das DHL Innovation Center von Deutsche Post DHL in Troisdorf hat nun ein Tracking-and-Tracing-System auf Basis von Oracle-Technologien entwickelt, mit dem Unterhaltungselektronikhersteller bei der Belieferung der angeschlossenen Retailer unterstützt werden.

Paletten mit RFID-Tags werden eingeschweißt

Die Logistikkette beginnt üblicherweise im Verteilzentrum des Herstellers, wo die Paletten mit RFID-Tags ausgestattet werden. Damit sichergestellt ist, dass der Empfänger nicht nur die korrekte Palette erhält, sondern auch alle Waren, die das Verteilzentrum verlassen haben, auf der Palette geblieben sind, schweißen einige Hersteller die Paletten darüber hinaus noch video-überwacht in Folien ein.

So wird ausgeschlossen, dass Langfinger innerhalb der Logistikkette unbemerkt einzelne Pakete der Palette entfernen. Zudem können Empfänger durch diese Art der Verpackung schnell feststellen, ob sie die Palette ungeöffnet oder unbeschädigt erhalten haben. Im Falle des Falles lässt sich dann anhand der Videodokumentation feststellen, ob der Umschlag ohne Schaden erfolgt ist.

Hersteller sind jederzeit über die Lieferung informiert

Vom Verteilzentrum des Herstellers gehen die Paletten anschließend in das Kölner Frachtzentrum der DHL, die als Logistik-Service-Provider die Verteilung an die Retailer übernimmt. Im Frachtzentrum werden die eingehenden Paletten automatisch erfasst, wobei die Eingangskontrolle über ein EPC-global-konformes Label erfolgt.

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