Arbeitssicherheit

Sicherheitsjacke mit LED-Leuchten

| Redakteur: Bernd Maienschein

Während der Fahrt lädt der Akku induktiv auf, sobald der Fahrer aussteigt, beginnt die Jacke automatisch zu leuchten.
Während der Fahrt lädt der Akku induktiv auf, sobald der Fahrer aussteigt, beginnt die Jacke automatisch zu leuchten. (Bild: Continental)

Auf der CES, der ehemaligen Consumer Electronics Show in Las Vegas, stellt Continental dieser Tage eine beleuchtete Sicherheitsjacke mit integrierter Wärmefunktion vor, die Energie für die Fahrzeugheizung spart. Ihre Akkus laden sich induktiv während der Fahrt auf.

Erstmals stellt Continental zwei Prototypen für eine wärmende und für eine aktiv leuchtende Sicherheitsjacke vor. Beide Smart Wearables werden über eine im Fahrzeugsitz integrierte Spule induktiv geladen.

Sicherer Blickfang

Dieses Konzept eröffne enorme Möglichkeiten für die Zukunft, so der Automobilzulieferer, denn die Interaktion mit der Fahrzeugelektronik sei erweiterbar: So könnten künftig Sensoren aus der Kleidung Daten wie Feuchtigkeit und Temperatur ermitteln und daran anknüpfend die Klimaautomatik über die Fahrzeugelektronik steuern.

Immer und überall gut gesehen werden – für Kurier- und Lkw-Fahrer ist das beim Be- und Entladen ihrer Fahrzeuge ein entscheidender Sicherheitsfaktor, weil sie in Gefahrensituationen und bei schlechtem Wetter für andere Verkehrsteilnehmer besser zu erkennen sind.

Warnjacke ist beheizbar

Die optional beheizbare Warnjacke mit LED-Lichtern schützt ihren Träger vor Unfällen und aktiviert sich selbstständig beim Verlassen des Fahrzeugs. Die zusätzlich zu herkömmlichen Reflektoren integrierten energiesparenden LED-Leuchten gewährleisten eine gute Sichtbarkeit bei Dunkelheit – auch dann, wenn die Jacke nicht von einer externen Lichtquelle angestrahlt wird. Die Leuchtfunktion wird zudem automatisch aktiviert, sobald der Fahrer die Ladestation – also den Sitz – verlässt.

Per Jackenheizung kann der Wärmeenergieverbrauch innen um bis zu 90 % sinken, aber auch beim Be- und Entladen muss der Fahrer nicht frieren.
Per Jackenheizung kann der Wärmeenergieverbrauch innen um bis zu 90 % sinken, aber auch beim Be- und Entladen muss der Fahrer nicht frieren. (Bild: Continental)

Eine im Fahrzeugsitz integrierte Spule lädt die Akkus für die LED und die integrierte Heizung induktiv auf. Dadurch hat die Jacke immer genug Strom. Eine flexible zweite Spule im Kleidungsstück nimmt die Energie von der Sitzspule auf. Verschiedene Materialschichten sichern die Waschbarkeit und begrenzen die Abstrahlung des Magnetfelds auf den Fahrer. Über ins Textil eingearbeitete Drähte versorgt ein Akku die LED mit Energie. Der Akku samt Ansteuerungselektronik kann überall dort untergebracht werden, wo er nicht stört, beispielsweise in der Brusttasche.

Fahrer statt Innenraum wärmen

Auch die Heizfunktion sei weit mehr als nur ein Komfortplus, so das Unternehmen. Bei den zunehmend genutzten elektrisch betriebenen Auslieferfahrzeugen könne mit der Jackenheizung der Energieverbrauch für das Wärmen des Innenraums um bis zu 90 % reduziert werden, heißt es. Das bringe zusätzliche Reichweite, da statt des Innenraums der Fahrer selbst gewärmt werde.

Künftig sollen elektrisch leitfähige Materialien die gewünschte Wärme in der Jacke erzeugen, ohne dass auch nur ein Millimeter Heizdraht verbaut wird. Verantwortlich dafür ist eine leit- und streichfähige Polymermischung, die mittels Druckverfahren in das Material integriert wird. Fließt Strom durch das Material, wird dieser unmittelbar in Wärme umgewandelt. Dadurch ist die Oberfläche bei relativ geringem Energieverbrauch in Sekundenschnelle komplett aufgewärmt.

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Continental

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