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Betriebssystem So klappt der Umstieg von Windows auf Android

| Autor / Redakteur: Patrick Molemans / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Bereits im Juni 2018 wurde mit der Einstellung des Windows-Mobile-Supports begonnen. Die Supply-Chain-Branche muss sich nun auf den Umstieg vom Windows- auf das Android-System einstellen.

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Wenn Windows in einigen Jahren den Support für seine mobilen Endgeräte einstellt, ist die Umstellung auf Android zwingend notwendig.
Wenn Windows in einigen Jahren den Support für seine mobilen Endgeräte einstellt, ist die Umstellung auf Android zwingend notwendig.
(Bild: Ivanti)

Die Mehrheit der am Markt befindlichen Geräte liefen und oder laufen immer noch mit einem Windows-Mobile-Betriebssystem, trotzdem lässt sich der Wechsel nicht vermeiden. Die meisten Unternehmen haben bereits mit der Umstellung begonnen oder einen Plan entwickelt, um die Hardware zu wechseln und Software zu migrieren. Komplexe Logistikketten und internationale Warenströme funktionieren nur so gut, wie letztlich der Mitarbeiter im Lager mit dem mobilen Gerät und der Software zurechtkommt. Selbst die kleinsten Effizienzeinbußen oder Verzögerungen haben in der gesamten Kette oft riesige Auswirkungen.

2019 ist das Jahr, in dem Android die Führungsrolle bei robustem Mobile Computing einnimmt, wie IDC in einem Bericht über die Prognose für weltweite Rugged Mobile Devices für 2018 bis 2022 feststellt. Eine beeindruckende jährliche Wachstumsrate (CAGR) belegt, dass Android das Zeug und die entsprechende Dynamik dafür hat. Außerdem beobachten wir, wie Windows Embedded Handheld 6.1 im Juni 2019 sein End-of-Support-Datum überschritten hat. Windows Embedded Handheld 6.5 folgt im Januar 2020 dicht dahinter. Unternehmen wollen nicht auf einer Plattform „gefangen“ sein, der Support und Updates fehlen. Sie sind in der gesamten Lieferkette auf die Produktunterstützung angewiesen, um Risiken und Geschäftsunterbrechungen zu minimieren.

Wie gelingt der smarte Softwaretransfer?

Terminalemulation und Webanwendungen haben eine lange und bewährte Geschichte. Kunden, die in diese Anwendungen investiert haben, möchten sicher sein, dass sie sie weiter problemlos nutzen können. Und dies auch, wenn eine neue Hardwaregeneration der Mobilgeräte – einschließlich Android-basierter Optionen im Unternehmen eingeführt wird. Von den Mitarbeitern gelernte Anwendungen sollen möglichst 1:1 auch auf dem neuen Gerät abbildbar sein. Geschwindigkeit in der Migration macht hier den entscheidenden Faktor aus, um auf den wachsenden Märkten präsent zu bleiben. Die Hardwaremigration kann nicht über Nacht stattfinden und setzt große Investitionen für neue Geräte voraus.

Aktuell größte Herausforderung bei der Migration: Die Applikationen sollen auf den neuen Geräten möglichst gleich oder ähnlich wie vorher bleiben. Im Idealfall, wie mit der „Rapid-Migration“-Lösung von Ivanti, gelingt die Umstellung für Kunden und Mitarbeiter störungsfrei und unsichtbar im Hintergrund sowie ohne Systemausfälle. Dabei fungiert Rapid Migration nicht als Mobile-Device-Management-Lösung, vielmehr bereitet es die heutigen Applikationen auf die Android-Umgebung vor, sodass die Apps 1:1 auch in der neuen Umgebung funktionieren. Ivanti kümmert sich mit Velocity um die Migration vorhandener mobiler Apps. Ein Rapid Migration-Tool in Velocity nimmt vorhandene Telnet-Anwendungen und Web-Applikationen problemlos in Betrieb, wodurch die Umstellung deutlich schneller und effizienter abläuft. Velocity wandelt etwa alle Funktionstasten in Buttons um. Jetzt drücken Anwender statt „F3 = ZURÜCK“ einen Button auf dem Touchdisplay mit der Aufschrift „ZURÜCK“. Für alte und neue Mitarbeiter eine sinnvolle Änderung.

Neue Geräte bieten auch neue Optionen. In vielen Unternehmen kam die letzte Aktualisierung des mobilen Computers in den frühen Jahren der aktuellen „Smartphone“-Betriebssysteme zum Einsatz. Frühe Ängste und Modeerscheinungen haben sich inzwischen gelegt und Android ist das klare Betriebssystem der nächsten Generation. Neuere Produkteinführungen haben gezeigt, dass alle herstellerspezifischen Technologien auch vollständig in Android integriert sind. Ivanti kümmert sich mit seinen Velocity- und Avalanche-Produkten um die Migration vorhandener mobiler Apps und die Verwaltung der neuen Bereitstellung. Wer sich für die beste neue Android-Hardware entschieden hat, kann mit dem Rapid-Migration-Tool in Velocity vorhandene Apps problemlos in Betrieb nehmen.

Chancen bei der Umstellung

Die Umstellung auf das Android-System bietet zahlreiche Chancen zur Effizienzsteigerung in der konkreten Anwendung. Hauptmerkmal ist hierbei vor allem das bei Android überwiegende Touchdisplay im Gegensatz zur Tastatur. Applikationen können grafisch anders dargestellt werden und die Handhabung erfolgt meist intuitiv, was für die aktuellen Herausforderungen in der Einarbeitung neuer Mitarbeiter ein Plus darstellt. Gerade jüngere Mitarbeiter erlernen so schnell die Nutzung der bestehenden Anwendungen, da sie dem allgegenwärtigen Smartphone gleichkommt. Große Umstellungen bei Hard- und Software bergen immer Risiken, sowohl was Ausfälle als auch Fehler angeht. Und nicht zuletzt kann die Bedienung neuer oder anderer Geräte durch den User auch eine Fehlerquelle sein. Die meisten Nutzer lehnen größere Änderungen an Hard- und Software eher ab, gerade wenn ein System seit Langem stabil läuft.

Dann bedeutet jede Modifikation eine große Herausforderung. Gerade deshalb ist eine frühzeitige Planung der Umstellung so wichtig, um sie so reibungslos wie möglich abzuwickeln. Einige Anwender beklagen auch den Wegfall der Tastatur, da sich etwa Touchdisplays in Tiefkühllagern mit dicken Handschuhen schwer bedienen lassen, aber auch hier verfügen die Hardwarehersteller bereits über Lösungen in ihrem Portfolio.

Grundsätzlich gilt: Das Rennen ist bereits in vollem Gange. Deshalb haben die meisten Unternehmen hoffentlich bereits mit der Planung der Android-Migration begonnen oder nehmen sie 2019 noch in Angriff. Glücklicherweise gibt es Lösungen, die die Softwaremigration vereinfachen.

* Patrick Molemans ist Territory Manager Central Europe bei der Ivanti Germany GmbH in 60528 Frankfurt am Main, Tel. (0 69) 94 17 57-0, contact@ivanti.de

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