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Logistikzentrum Sony-Lager: Erst ausgeräumt, dann niedergebrannt

| Redakteur: Robert Weber

Die Krawalle jugendlicher Gewalttäter in Großbritannien bekommt jetzt auch die Musikindustrie auf der Insel zu spüren: Die Chaoten plünderten ein Logistikzentrum und setzten es anschließend in Brand.

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Wenn das Feuer wütet, bleibt oft nicht viel übrig. Bild: Zurich Gruppe Deutschland
Wenn das Feuer wütet, bleibt oft nicht viel übrig. Bild: Zurich Gruppe Deutschland
( Archiv: Vogel Business Media )

Das 20.000 m² große Lagerhaus von Sony DADC fiel komplett den Flammen zum Opfer. Das Logistikzentrum wird nicht vom Unterhaltungsmulti Sony genutzt. Die Pias Entertainment Group arbeitet in der Logistikimmobilie.

Erst Diebstahl, dann Brandstiftung im Lager

Lokale Zeitungen berichteten, dass etwa 20 Jugendliche in das Logistikzentrum eingebrochen seien und CDs, DVDs und Computerspiele geraubt hätten. Anschließend hätten die mit Benzinkanistern bewaffneten Plünderer das Lager angesteckt. Das Gebäude ist vollständig ausgebrannt, die Metallwände geschmolzen und in sich zusammengefallen, berichten Augenzeugen.

Das Musikportal „rap“ berichtet, dass die Plünderung und der Brand viele kleine Plattenlabels betrifft. Das Magazin zitiert den Analysten Paul Scaife: „Der physische Handel (mit Tonträgern, Anm. der Redaktion) ist im Indie-Sektor nach wie vor essenziell und nicht alle Labels sind versichert.“

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