Umweltschutz Spedition Bussmann erhöht Wettbewerbsfähigkeit durch Kohlendioxid-Einsparungen

Die Hermann Bussmann GmbH hat jetzt mehrere Photovoltaik-Anlagen auf den firmeneigenen Service- und Lagerhallen errichtet. Der Logistikdienstleister aus dem westfälischen Vreden will damit jährlich etwa 200000 kg Kohlendioxid einsparen. Zusätzlich senkt Bussmann seine Emissionen durch Anschaffung eines Telematiksystems sowie umweltschonender Fahrzeuge mit dem anspruchsvollsten europäischen Abgasstandard.

Firmen zum Thema

Jens Bussmann vor der Solaranlage mit rund 4000 Modulen auf den Dächern der firmeneigenen Service- und Lagerhallen. Die Spedition spart damit laut eigenen Angaben jährlich rund 200000 kg Kohlendioxid ein. Bild: Bussmann
Jens Bussmann vor der Solaranlage mit rund 4000 Modulen auf den Dächern der firmeneigenen Service- und Lagerhallen. Die Spedition spart damit laut eigenen Angaben jährlich rund 200000 kg Kohlendioxid ein. Bild: Bussmann
( Archiv: Vogel Business Media )

Die angestrebten Verbesserungen bei der CO2-Bilanz will das Unternehmen nach eigenen Angaben bei künftigen Angeboten oder Ausschreibungen geltend machen. „Logistikdienstleister sehen sich heute einem wachsenden Konkurrenzdruck gegenüber. Mit unseren Investitionen in eine günstige CO2-Bilanz tun wir nicht nur etwas für den Klimaschutz, sondern heben uns auch positiv vom Wettbewerb ab“, sagt Jens Bussmann, geschäftsführender Gesellschafter der Hermann Bussmann GmbH.

4000 Solarmodule erzeugen rund 500000 kWh Strom pro Jahr

Für den Bau der Photovoltaikanlagen auf den Dächern der firmeneigenen Service- und Lagerhallen investierte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge 1,4 Mio. Euro. Nach den Berechnungen von Bussmann hätte sich die Anlage in etwa acht Jahren amortisiert, wie es heißt. Fertiggestellt wurde die Photovoltaikanlage im Juli 2009. Die insgesamt 4000 Module erzeugen ungefähr 500000 kWh Strom im Jahr.

Im Vergleich zu einem Kohlekraftwerk mit einer Emission von etwa 400 g Kohlendioxid pro erzeugter kWh spart Bussmann somit jährlich etwa 200000 kg CO2 ein. Das entspricht der Emissionsmenge, die bei der Versorgung von über 100 Privathaushalten mit durchschnittlichem Stromverbrauch in einem Jahr anfallen würde.

Von den rund 500000 produzierten kWh Strom setzt Bussmann, wie es heißt, etwa 180000 für den eigenen Bedarf ein, insbesondere für die firmeneigenen Kühlfahrzeuge während ihres Wochenendstopps.

Digitaler Fahrstilassistent ist Ansporn zum Treibstoffsparen

Zusätzlich zum Bau einer Solaranlage investierte das Logistikunternehmen jüngst in ein neues Telematiksystem. Insgesamt 80 Lkw wurden mit dem Bordcomputer Car-Cube von Punch Telematix ausgestattet. Dieser verfügt unter anderem über einen digitalen Fahrstilassistenten, der mittels Datenübertragung in Echtzeit eine permanente Auswertung der Fahrzeugdaten in Echtzeit ermöglicht. Dem Fahrer wird über einen Statusbalken im Display seines Bordcomputers signalisiert, wie er den Treibstoffverbrauch und damit den CO2-Ausstoß senken kann.

Darüber hinaus stattete Bussmann nach eigener Aussage als einer der ersten Logistikdienstleister seinen Fuhrpark mit zwölf EEV-Lkw (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle) aus. Diese emissionsarmen Fahrzeuge übertreffen sogar die Abgasqualität der seit Oktober 2008 gültigen Euro-5-Norm. Bussmann sieht sich in seinem Kurs bestätigt: „Zahlreiche Kunden haben uns bereits eine positive Rückmeldung gegeben. Das sehen wir als Ansporn, kontinuierlich nach weitere CO2-Einsparmöglichkeinten Ausschau zu halten“, so der Firmenchef.

(ID:352146)