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Werkslogistik Standortübergreifender Drohnentest bei Merck

In einem bundesweit einzigartigen Projekt testen die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), Merck und der Drohnenhersteller Wingcopter zur Zeit den Einsatz von Lieferdrohnen anstelle eines Kleintransporters in der standortübergreifenden Werkslogistik.

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Ließen die Drohne gemeinsam steigen (v.l.): Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke (Frankfurt UAS), Sylke Klein (Merck) und Stefan Nowak (Wingcopter).
Ließen die Drohne gemeinsam steigen (v.l.): Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke (Frankfurt UAS), Sylke Klein (Merck) und Stefan Nowak (Wingcopter).
(Bild: Merck)

Bei dem Drohnentest fliegt eine Spezialdrohne Pigmentproben aus dem Merck-Werk Gernsheim zum 25 km entfernt liegenden Labor am Stammsitz des Wissenschafts- und Technologieunternehmens in Darmstadt. Die Proben müssen dort zur Sicherstellung der Qualität im laufenden Produktionsprozess analysiert werden. Bisher werden die Pigmentproben zweimal werktäglich per Kleintransporter ins Labor gefahren.

Skalierbarkeit und Übertragbarkeit erwartet

Kernaufgabe des Projekts „ProGeDa – Probentransport zwischen Gernsheim und Darmstadt“ ist es, diesen Transportfall werksübergreifend zu evaluieren und daraus ein langfristiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Dabei werden unter anderem die Aspekte Zeitersparnis, Nachhaltigkeit, Kosten und Flexibilität der Lösung berücksichtigt. Das Research Lab for Urban Transport (ReLUT) der Frankfurt UAS evaluiert dieses Projekt unter Leitung von Direktor Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke, Professor für Logistik und Produktionsmanagement am Fachbereich Wirtschaft und Recht, mit Unterstützung von Keimer Aviation.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Bestimmung einer optimalen Route zwischen den beiden Merck-Standorten unter Berücksichtigung verschiedenster Rahmenbedingungen: Luftfahrtrecht, Umweltschutz, geeignete Start- und Landeflächen, Bodenprozesse und so weiter. Die drei Kooperationspartner gehen davon aus, dass sich der Transport per Drohne nicht nur als schneller und nachhaltiger, sondern auch als kostengünstiger und flexibler erweisen wird als auf der Straße.

Schocke: „Mit diesem Projekt werden wir die Nachhaltigkeit von Drohnenflügen zu kommerziellen Zwecken im öffentlichen Raum in allen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – nachweisen. Wir gehen von einer weitreichenden Skalierbarkeit und Übertragbarkeit auf andere Branchen aus.“

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