Happy Birthday, Barcode!

Und es hat Piep! gemacht

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Heute kann das erste jemals gescannte Produkt in einer Vitrine des Smithonian Institution’s National Museum of American History in Washington bestaunt werden.
Heute kann das erste jemals gescannte Produkt in einer Vitrine des Smithonian Institution’s National Museum of American History in Washington bestaunt werden. (Bild: GS1)

Vor 40 Jahren nahm das Gepiepe an der Kasse seinen Ursprung, als in einem Supermarkt in Ohio/USA erstmals ein GS1-Barcode auf einer Zehnerpackung Wrigley’s Juicy Fruit gescannt wurde. Heute hören wir weltweit fünf Milliarden Mal täglich das vertraute Geräusch beim Scannen von Barcodes, die Lieferketten transparenter machen und eine eindeutige Identifizierung erlauben.

Am 26. Juni 1974 scannte Sharon Buchanan als erste Kassiererin in einem Marsh-Supermarkt in Troy (Ohio, USA) einen Barcode. Clyde Dawson, damals Direktor für Forschung und Entwicklung bei Marsh, war der erste Käufer des Produktes, dessen Preis über das Barcode-Etikett aufgerufen wurde. Es handelte sich um eine Zehnerpackung Wrigley’s Juicy Fruit Kaugummi für 67 Cent. Heute kann sie jeder Besucher des Smithonian Institution’s National Museum of American History in Washington in einer Vitrine bestaunen.

Idee aus Ohio löst weltweite Revolution aus

„Unser Supermarkt in Ohio lag damals in der Nähe der Einrichtungen für Scannerstudien und Entwicklung des Technologieanbieters NCR“, erläutert Tom O‘Boyle, CEO und Präsident von Marsh Supermarkets. „Gemeinsam mit IBM und Spectra Physics haben wir eng zusammengearbeitet, um unsere Idee in die Tat umzusetzen. Es ist unglaublich, dass ein einzelnes Ereignis in Troy, Ohio, eine technologische Revolution ausgelöst hat, die heute jegliche Geschäfte rund um die Welt berührt.“

Barcodes sind die bekanntesten und überall akzeptierten Bausteine des GS1-Systems. GS1-Standards sind die verbreitetsten Standards für die Wertschöpfungskette. Das System optimiert branchen- und unternehmensübergreifend Geschäftsprozesse und macht Lieferketten transparenter. GS1-Lösungen ermöglichen es, Unternehmen, Produkte, Sendungen aber auch Standorte oder Paletten weltweit eindeutig zu identifizieren. Heute ist GS1 ein Netzwerk von unabhängigen Not-for-Profit Organisationen in über 110 Ländern der Erde. In Deutschland unterstützt GS1 Germany Unternehmen aller Branchen dabei, GS1 Standards in der Praxis einzusetzen. Neben Barcodes stehen inzwischen auch Themen wie Mobile Payment, Multichanneling oder Nachhaltigkeit im Fokus.

Schlüssel für virtuelle Regale zum Online-Shopping

Was mit Barcodes in 40 Jahren alles möglich wurde, zeigt GS1 Germany in den multimedialen Live-Komponenten seines erweiterten Knowledge Center, das am 1. Juli 2014 eröffnet wird. Barcodes sind heute beispielsweise der Schlüssel für virtuelle Regale zum Online-Shopping. Daneben werden sie für Geldtransporte oder sichere Medikation in Krankenhäusern eingesetzt. Ob fälschungssichere Produkte oder Patientensicherheit: GS1 Barcodes liefern heute weit mehr als Preisinformationen an der Supermarktkasse.

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