Chance für Deutschland Die US-Hafengebühren könnten gegen chinesische Schiffe helfen

Quelle: Reuters / R. Wagner 2 min Lesedauer

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Wie eine Studie besagt, könnte Deutschland aus den geplanten Hafengebühren seitens der USA Profit schlagen. Hier die Erklärung ...

China baut die mit Abstand in der Welt meisten Handelsschiffe. Die USA wollen nun aber Hafengebühren für chinesische Schiffe erheben, die dem faktischen Monopol schaden sollen. Deutschland könnte aber zum Gewinner werden, wie eine Studie klarmachen will ...(Bild:  Yangzijiang)
China baut die mit Abstand in der Welt meisten Handelsschiffe. Die USA wollen nun aber Hafengebühren für chinesische Schiffe erheben, die dem faktischen Monopol schaden sollen. Deutschland könnte aber zum Gewinner werden, wie eine Studie klarmachen will ...
(Bild: Yangzijiang)

Deutschland kann von den avisierten US-Hafengebühren für in China gebaute Handelsschiffe profitieren, heißt es in einer Studie. Die Exporte in die USA könnten dadurch um rund zwei Prozent steigen, wie die Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) annehmen lässt, die der Nachrichtenagentur Reuters vorab vorlag. Das erkläre sich daraus, dass die hiesigen Frachtflotten weniger auf Schiffe aus chinesischer Produktion angewiesen seien, weshalb die deutschen Exporteure den betroffenen Konkurrenten Marktanteile abknöpfen könnten. Die US-Regierung will mit den Gebühren Chinas Dominanz im Schiffbau brechen und begründet die Einführung mit Interessen der nationalen Sicherheit. Sie sollen danach erhoben werden, wo ein Schiff gebaut wurde und nicht danach, wessen Waren es befördere.

Hafengebühren werden vor allem die USA selbst treffen

Der DIW-Studie zufolge schaden sich die USA mit den ab November geplanten Gebühren aber vor allem mal wieder selbst. Die Importe und Exporte der weltgrößten Volkswirtschaft China gingen demnach nur um schätzungsweise 0,2 beziehungsweise 0,3 Prozent zurück. Der Mechanismus ist einfach, wirft die DIW-Ökonomin, Sonali Chowdhry, dazu ein: Die Gebühren erhöhen die Kosten für Vorleistungen. US-Hersteller verlieren an Wettbewerbsfähigkeit und die schwächere Konjunktur drückt auch die Nachfrage nach ausländischen Gütern! Und seit den 1990er-Jahren hat sich den Angaben zufolge der Bau von Handelsschiffen in die Volksrepublik verlagert. Inzwischen stammt rund die Hälfte aller neu gebauten Handelsschiffe aus China. Der Marktanteil der EU ist demnach bei neu gebauten Handelsschiffen in den vergangenen 30 Jahren von 17 auf weniger als drei Prozent gesunken. Deutschlands Anteil sank von rund sechs Prozent der weltweit neu gebauten Schiffe im Jahr 1995 auf zuletzt weniger als 0,1 Prozent. Vielleicht ändert sich das wieder.

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