Packmittel

Verpackungsspezialisten sorgen für Sicherheit im Container

15.04.2010 | Redakteur: Claudia Otto

Ein Transport-Container kurz vor der Verladung. Bild: Maersk Line
Ein Transport-Container kurz vor der Verladung. Bild: Maersk Line

Millionen Transport-Container werden weltweit täglich beladen, entladen und umgeschlagen. Spezialisierte Exportverpacker sorgen dafür, die Güter auf dem Lkw, in der Bahn oder auf hoher See Schaden geschützt sind. „Die richtige Verpackung ist dabei das A und O“, sagt Siegfried von Lauvenberg, Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V.

„Ganz gleich welches Produkt: Ungeschützt sind Korrosionsprobleme und Beschädigungen vorprogrammiert, denn ein Container ist ein Transportmittel, und keine auf das Produkt zugeschnittene Verpackung“, fügt er hinzu.

Früher wurden Waren mit aufwendigen Holzkonstruktionen im Container selbst gesichert. Da heute allerdings der Grundsatz „Zeit ist Geld“ im Vordergrund steht und nur Container-Standzeiten von 3 bis 4 Stunden kostenlos sind, kommt es auf eine schnelle Verladung und Sicherung der zu transportierenden Produkte an. Deshalb werden heutzutage überwiegend Schlittenkonstruktionen aus Holz angefertigt, die auf die Maße des Containers – nach internationalem Standard 20 oder 40 Fuß lang – zugeschnitten sind. Darauf werden die Waren befestigt und nach individuellen Vorgaben verpackt. Anschließend verfrachtet ein Gabelstapler das Stückgut schnell und sicher für die große Reise – Ladungssicherung inklusive.

Einziger Wermutstopfen: Europa und die USA verwenden unterschiedliche Standardmaße für den Versand, das heißt, europäische Standardpaletten und internationale Containermaße besitzen unterschiedliche Abmessungen. „Das ist ärgerlich, wir kommen aber dank der Flexibilität unserer Branche gut damit klar und fertigen individuelle Containerverpackungen in passender Größe“, so von Lauvenberg.

Die Lieferkette ist entscheidend

Die Wahl der richtigen Verpackung hängt von der entsprechenden Lieferkette ab. Bei dem so genannten Haus zu Haus Versand, das bedeutet die Beladung beim Hersteller oder Verpacker und die Entladung beim Kunden, reicht meistens eine Verpackung aus Holzschlittenkonstruktion und Korrosionsschutzverpackung aus.

„Die Korrosionsschutzverpackung besteht dabei aus Verbundfolie und Trockenmittel“, sagt von Lauvenberg. Bei Sammelladungscontainern, also solchen, die einen Vorlauf zum Ausgangshafen oder einen Nachlauf vom Zielhafen bis zum Kunden haben, sieht die Sache allerdings anders aus: Dabei ist eine stabile Außenverpackung in Form einer Kiste oder eines Verschlages mit Korrosionsschutzverpackung nötig.

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