Ausblick

Wie wird 2023?

< zurück

Seite: 7/11

Anbieter zum Thema

„Wir haben durch den Krisenmodus der vergangenen Jahre sehr viel lernen können und gerade unsere Branche konnte sich hier immer positiv hervortun“, sagt Ilhan Kolko, Chief Product Officer bei Proglove. „So haben die Unternehmen der Logistik ihre außergewöhnliche Innovationskraft nachgewiesen.“(Bild:  Workaround GmbH)
„Wir haben durch den Krisenmodus der vergangenen Jahre sehr viel lernen können und gerade unsere Branche konnte sich hier immer positiv hervortun“, sagt Ilhan Kolko, Chief Product Officer bei Proglove. „So haben die Unternehmen der Logistik ihre außergewöhnliche Innovationskraft nachgewiesen.“
(Bild: Workaround GmbH)

Was wird in Ihren Augen die größte Herausforderung 2023?

Ilhan Kolko: Schon 2022 war von Unsicherheit geprägt. Das setzt sich im Jahr 2023 beinahe nahtlos fort. Der Krieg in der Ukraine, der Inflationsdruck und die Folgen des Covid-Ausbruchs in China auf die globalen Lieferketten sind nur einige der Faktoren, die ein unsicheres Umfeld schaffen.

Dies wird auch weiterhin bemerkenswerte Auswirkungen auf die Branche haben. Unsere jüngste Branchenumfrage hat gezeigt, dass es für Lagerbetreiber nach wie vor schwierig ist, Nachfragemuster genau vorherzusagen. Nur 39 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass sie Trends und Aktivitäten für die Weihnachtssaison genau vorhersagen können. Daher wird es von entscheidender Bedeutung sein, die viel zitierte Resilienz zu entwickeln, um dem entgegenzuwirken, was sich sehr wohl als ein turbulentes Jahr herausstellen könnte.

Doch anstatt sich auf die externen Faktoren zu konzentrieren, die Unternehmen nicht kontrollieren können, müssen sie ihre internen Abläufe betrachten und sich auf das konzentrieren, was sie kontrollieren können. Resilienz entsteht durch gut ausgerüstete, motivierte und sichere Mitarbeiter, die ihre Aufgaben und Prozesse transparent und umfassend kennen.

Wie bereitet sich Ihr Unternehmen auf diese Herausforderung vor?

Wir haben durch den Krisenmodus der vergangenen Jahre sehr viel lernen können und gerade unsere Branche konnte sich hier immer positiv hervortun. So haben die Unternehmen der Logistik ihre außergewöhnliche Innovationskraft nachgewiesen. Wir selbst haben in dieser Hinsicht für 2023 einiges im Köcher und blicken aufgrund dessen mit der gebotenen Zurückhaltung zuversichtlich in die Zukunft. Insgesamt wird es möglicherweise zu einer Eintrübung der Konjunktur kommen. Das zwingt uns alle dazu, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und eben das müssen wir jetzt als Chance begreifen!

Worauf freuen Sie sich 2023 besonders?

Trotz des wirtschaftlichen Drucks, des Arbeitskräftemangels und der Probleme auf den Frachtrouten wird das Jahr 2023 noch eine Reihe von Chancen bieten. Der Druck veranlasst die Entscheidungsträger in der Lieferkette zu erkennen, dass die Einbindung der richtigen Technologie ein Weg ist, um die Zufriedenheit der Arbeitnehmer zu erhöhen.

Ich denke, die Branche wird die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine in den Mittelpunkt stellen. Diese Technologie wird die menschliche Arbeitskraft nicht ersetzen, sondern ihre Arbeit ergänzen und erweitern. In der Lieferkette besteht die Tendenz, die Qualität für Verbraucher und Endnutzer zu erhalten. Dennoch ist dies das Jahr, in dem Führungskräfte in der Lieferkette anfangen müssen, sich mehr um die Lagerarbeiter zu kümmern, indem sie die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine fördern. Zufriedene Mitarbeiter in der Lieferkette führen zu einer höheren Mitarbeiterbindung und sorgen für eine glücklichere und gesündere Belegschaft.

Welche wichtigen Trends sehen Sie für das Jahr 2023?

Die Unternehmen müssen sich auf den Aufbau flexibler und effizienter Prozesse durch datengestützte Einblicke in ihre internen Abläufe konzentrieren. Sicherheit innerhalb des Lagers zu schaffen, schützt natürlich auch vor Unsicherheiten außerhalb des Lagers. Es bedarf eines kontinuierlichen Datenstroms, der verlässliche Einblicke in Bereiche liefert, die Effizienz und Energie verschlingen. Auf diese Weise wird ein digitaler Fußabdruck geschaffen. Er liefert detailliertere Informationen und ermöglicht ein gezieltes Vorgehen gegen Ineffizienzen und Ressourcenverbrauch.

Letztendlich erwarten wir, dass Unternehmen ihre Fähigkeiten zur Workflow-Intelligenz verbessern, digitale Lieferketten aufbauen und sich stärker auf KI und maschinelles Lernen verlassen, um der Zeit voraus zu sein und die drohenden Risiken zu mindern. Dies wird mit der Einrichtung einer Bottom-up-Perspektive ihrer Betriebsstätten und der Fähigkeit einhergehen, laufende Prozesse in Echtzeit zu analysieren. Auf diese Weise können Unternehmen ihre Bestände besser verwalten, Muster erkennen und Potenziale identifizieren, von denen sie nicht einmal wussten, dass sie sie haben. Wir gehen davon aus, dass im Laufe des Jahres immer mehr Mitarbeiter in den Werkshallen mit dem Internet der Dinge verbunden sein werden.

(ID:49034661)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung