Ausblick

Wie wird 2023?

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„Während der Trend zum E-Commerce leicht abflacht, kommen Verteilzentren für Filialbelieferungen wieder vermehrt auf“, sagt Rudolf Hansl, Executive Vice President bei Knapp Systemintegration. „Als Gruppe konnten wir uns in unterschiedlichen Segmenten und Branchen erfolgreich positionieren und daher können wir die Schwankungen gut ausgleichen.“(Bild:  Knapp/Kanizaj)
„Während der Trend zum E-Commerce leicht abflacht, kommen Verteilzentren für Filialbelieferungen wieder vermehrt auf“, sagt Rudolf Hansl, Executive Vice President bei Knapp Systemintegration. „Als Gruppe konnten wir uns in unterschiedlichen Segmenten und Branchen erfolgreich positionieren und daher können wir die Schwankungen gut ausgleichen.“
(Bild: Knapp/Kanizaj)

Was wird in Ihren Augen die größte Herausforderung 2023 und wie bereitet sich Ihr Unternehmen darauf vor?

Rudolf Hansl: Die derzeitige Marktsituation ist anders zu beurteilen als noch vor der Pandemie. Wir müssen mit einem deutlich volatileren Markt umgehen. Hierfür ist es nicht nur wichtig die Nerven zu bewahren, sondern auch eine klare Linie zu halten, um diese Sicherheit auch unseren Kunden weitergeben zu können.

Es sind auch aktuell Veränderungen am Markt zu erkennen. Während der Trend zum E-Commerce leicht abflacht, kommen Verteilzentren für Filialbelieferungen wieder vermehrt auf. Als Gruppe konnten wir uns in unterschiedlichen Segmenten und Branchen erfolgreich positionieren und daher können wir die Schwankungen gut ausgleichen.

Nachdem Investitionen in Automatisierungslösungen mittelfristige und strategische Projekte sind, erwarten wir nicht, dass sich der Trend zur Lagerautomatisierung per se verändert.

Als Value Chain Tech Partner für unsere Kunden setzen wir weiter in einen Ausbau unserer Services. Dafür müssen unsere hochautomatisierten Systeme weiterentwickelt wie auch Analyse- und Anwendungstools ausgebaut werden. Natürlich beeinflussen uns auch die Themen Arbeitskräftemangel und Inflation. Ersterer verstärkt den Trend zur Automatisierung weiter. Wir sehen vorsichtig optimistisch nach vorne.

Worauf freuen Sie sich 2023 besonders?

Meine persönlich größte Hoffnung ist, dass der Krieg in der Ukraine so schnell wie möglich beendet wird. Im geschäftlichen Sinne freue ich mich auf zahlreiche Projekte im Bereich der Filialbelieferung, dem E-Commerce und Retourenhandling. Wir können mit Sicherheit viele neue Ziele erreichen. Darunter fällt zum Beispiel, dass unsere erste Installation mit Runpick eine Performance von 750 Cases pro Stunde per Station (Dauerleistung) erreichen wird. Mit Potential auf weitere Steigerung in den kommenden Jahren durch Weiterentwicklung bei Software und Algorithmen.

Darüber hinaus werden wir erstmalig unseren Pick-it-Easy Robot im Lebensmittel E-Commerce in Betrieb nehmen, ein weiterer Meilenstein in der Automatisierungstechnik. Durch unsere jahrelange Erfahrung in unterschiedlichen Branchen konnten wir eine Weiterentwicklung im Food-Sektor erzielen. Dadurch wird es möglich, vollautomatisch etwa 80 Prozent des Sortiments in Einkaufstüten zu packen. Dieser Roboter lernt mittels künstlicher Intelligenz stets dazu. Daneben geht unsere erste Anlage mit dem OSR ShuttleTM Evo im Tiefkühlbereich in Betrieb. Ein weiterer Meilenstein ist unsere Generation der Open Shuttle Forks (AGVs), die wir in mehrere Anlagen integrieren. Darüber hinaus launchen wir diverse Softwaremodule, welche zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen mit sich bringen. Somit kommt ein aufregendes Jahr auf uns zu.

Welche wichtigen Trends sehen Sie für das Jahr 2023?

Wir rechnen mit keinen gravierenden Veränderungen im Vergleich zum vergangenen Jahr. Es kann davon ausgegangen werden, dass das Wachstum im Lebensmittel E-Commerce leicht stagnieren wird um in ein bis zwei Jahren wieder stärker zu wachsen. Wie bereits erwähnt sind wir als Gruppe von den Veränderungen am Markt in unterschiedlichen Branchen nicht gleichermaßen betroffen. Grundsätzlich erkennen wir am Markt ein sehr großes Interesse an Automatisierung. Dies äußert sich einerseits durch neue Kunden aber auch in einem hohen Roll-out-Potential. In diesem Punkt machen sich unsere langjährigen Partnerschaften bewährt, da die Kunden dieselbe Lösung mehrfach in Betrieb nehmen wollen.

Technisch wird sich der Trend zu KI-basierten oder -unterstützten Systemen weiter verstärken. Künstliche Intelligenz entwickelt sich vom Mode- oder Werbewort immer weiter und hin zum sinnvollen Einsatz innerhalb unserer Lösungen. Wir konnten diesbezüglich im Bereich der Robotik hervorragende Erfahrungen sammeln.

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