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Verpackungstechnik Wiegen und zählen mit einer Mehrkopfwaage

| Autor/ Redakteur: Herbert Hahnenkamp / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Zum Portfolio von WLC Würth-Logistik, einem Logistikdienstleister der Würth-Gruppe, gehören automatische Verpackungsprozesse. Mit einer Mehrkopfwaage von Ishida wurde die Abfüllung von Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben beschleunigt und flexibilisiert. Die Eisenwaren gelangen mit Hochleistung gewichtsgenau und mit passenden Stückzahlen in die Kartonschachteln.

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Vibrierende Rinnen befördern die Schrauben zu den Schalen der Mehrkopfwaage.
Vibrierende Rinnen befördern die Schrauben zu den Schalen der Mehrkopfwaage.
(Bild: WLC)

Die Befestigungsmaterialien der Würth-Gruppe genießen im Handwerk und in der Industrie einen exzellenten Ruf. Mit der Distribution der Produkte ist WLC Würth-Logistik betraut. Das Tochterunternehmen erledigt neben den logistischen Kernleistungen auch produktionsnahe Dienste wie die Primärverpackung einer Vielzahl von Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben. Am Standort Adelsheim werden mehr als 1000 verschiedene Produkte in Kartonagen abgefüllt. Das Spektrum umfasst derzeit acht verschiedene Verpackungseinheiten mit Füllgewichten von 40 bis 4500 g und Inhalten von 50 bis 1000 Stück.

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Als zentrales Element der Verpackungslinie bei WLC Würth-Logistik fungierte bereits seit Ende der 80er-Jahre eine Mehrkopfwaage des Herstellers Ishida. Obwohl der „Oldtimer“ tadellos funktionierte, konnte zuletzt die Ersatzteilversorgung nicht mehr gewährleistet werden. Durch die Investition in eine moderne Mehrkopfwaage wollte der Logistikdienstleister darüber hinaus dem Trend zu kleinen Verpackungsformaten gerecht werden, denn dafür reichte die Genauigkeit der vorhandenen Waage nicht aus. Schnell war klar, dass auch die neue Verpackungslösung von Ishida stammen sollte. „Ausschlaggebend waren die tollen Erfahrungen mit der alten Mehrkopfwaage, die über Jahrzehnte im Dauereinsatz zuverlässig arbeitete“, erläutert Ingo Frank, Leiter Betriebstechnik bei WLC Würth-Logistik.

Eine Mehrkopfwaage extra für Hardware

Zum Nachfolger auserkoren wurde eine Mehrkopfwaage der erst 2017 auf den Markt gebrachten Baureihe Ishida CCW-RVE. Die 14-köpfige Waage eignet sich ideal für die Anwendung. Sämtliche Kontaktflächen der Maschine sind verstärkt, um den stahlharten Würth-Produkten dauerhaft standzuhalten. Außerdem verhindern Kunststoffbeschichtungen der produktführenden Komponenten, dass sehr kleine und leichte Artikel unkontrolliert durch die Waage springen. Auch für die Automatisierung anspruchsvolle Produkte, wie kleine Muttern oder Unterlegscheiben, können daher effizient verarbeitet werden. Die Kunststoffeinlagen wirken zudem lärmdämmend. Ein weiteres Merkmal der Waage ist die absolut glatte und geschlossene Gestaltung der Flächen, damit beispielsweise spitze Holzschrauben nicht stecken bleiben oder verhaken.

Richtiges Gewicht und passende Stückzahl

Anlässlich einer generellen Überholung der Verpackungslinie im Frühjahr 2018 erfolgte die Installation der Mehrkopfwaage CCW-RVE. Ebenfalls von Ishida beigesteuert wurde die einbahnige Zuführung der Kartonschachteln über ein Transportband mit Staumelder und Vereinzelung. Schon nach zwei Wochen war die Anlage störungsfrei im regulären Betrieb. Die zu verwiegenden Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben werden als offene Rohware in großen Behältern an der Verpackungslinie bereitgestellt. Ein Lastenaufzug befördert die Behälter in die Höhe und die Produkte werden auf ein Förderband geschüttet. Von dort gelangen die Eisenwaren durch einen Trichter auf den Verteilteller der Waage. Ein Sensor unterhalb des Tellers reguliert die Zufuhrmenge und vibrierende Rinnen befördern die Produkte zu den Schalen. Letztere haben doppelt öffnende und dicht schließende Türen, damit die mitunter sehr kleinen Produkte nicht durchrutschen können. Ein Mikroprozessor berechnet dann in Sekundenbruchteilen die Teilmengenkombination, welche dem Zielgewicht am nächsten kommt. Darüber hinaus verfügt die Waage über eine Zählfunktion. Ausgehend vom durchschnittlichen Einzelstückgewicht der Produkte kann die Software gleichzeitig die in den Verpackungen verlangte Stückzahl erzeugen.

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