Virtual Reality Zum Kranführer werden schon während der Berufsausbildung

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Die Berufsschule Regen hat in Zusammenarbeit mit der TÜV Süd Akademie eine Ausbildung aufgesetzt, die den Erwerb eines Hallenkranscheins schon während der regulären Berufsausbildung ermöglicht.

Das Ausbildungskonzept der Berufsschule Regen erlaubt es, den Hallenkranschein während der regulären Berufsausbildung zu machen.(Bild:  TÜV Süd)
Das Ausbildungskonzept der Berufsschule Regen erlaubt es, den Hallenkranschein während der regulären Berufsausbildung zu machen.
(Bild: TÜV Süd)

Völlig gefahrlos in einer virtuellen Welt die Bedienung eines Hallenkrans trainieren – das ist jetzt dank einer Kooperation der Berufsschule Regen (Bayerischer Wald) mit der TÜV Süd Akademie möglich. Kern dieses Ansatzes ist ein Virtual-Reality-(VR-)gestütztes Trainingssystem, das theoretische Lerninhalte mit simulationsbasierter Praxis verbindet. Im Rahmen des Schulversuchs „clever clustern – gut vernetzt in den Beruf“ durchliefen Auszubildende aus den drei beruflichen Fachrichtungen Metalltechnik, Bau/Holz sowie Lagerlogistik ein strukturiertes Trainingsprogramm mit virtuellen Übungsszenarien. VR-Brille und digitale Simulation bilden dabei, wie es heißt, typische Arbeitsabläufe beim Einsatz von Hallenkranen ab. Dazu zählen insbesondere die korrekte Lastaufnahme, das sichere Verfahren von Lasten sowie die Navigation durch vorgegebene Parcours.

Der Einsatz von Virtual Reality ermöglicht, standardisierte Trainingsbedingungen für sicherheitskritische Arbeitsabläufe zu schaffen.

Oswin Breidenbach, verantwortlich für TÜV Süd Ivee

Laut Oswin Breidenbach, beim TÜV Süd verantwortlich für die digitale Lernplattform Ivee, unterstütze VR „den systematischen Aufbau von Handlungssicherheit“ und reduziere gleichzeitig Risiken im praktischen Einsatz. „Die Zusammenarbeit zwischen Berufsschule, Ausbildungspartnern und TÜV Süd zeigt, wie digitale Simulationstechnologien systematisch in die berufliche Bildung eingebunden werden können“, sagt Breidenbach.

Kontrolle in der virtuellen Umgebung

Das Training in der virtuellen Welt schafft eine kontrollierte Lernumgebung, in der Abläufe standardisiert, reproduzierbar und ohne Gefährdung trainiert werden können. Dadurch werden grundlegende Sicherheitsprinzipien frühzeitig vermittelt und Fehlhandlungen ohne reale Risiken korrigierbar. Gleichzeitig ermöglicht der simulationsbasierte Ansatz eine schrittweise Kompetenzentwicklung, bevor der Übergang in reale Arbeitsumgebungen erfolgt.

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