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Flurförderzeuge 10 Jahre Jungheinrich Russland

| Autor / Redakteur: Bernd Maienschein / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Wenn auch alle 32 Vertriebs- und Service-Geschäftsstellen der Jungheinrich AG zentral vom Firmensitz in Hamburg aus gesteuert werden – Präsenz vor Ort ist enorm wichtig. So etwa am russischen Markt, wo der Intralogistikanbieter inzwischen seit zehn Jahren mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten ist.

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Stefan Demmig, Geschäftsführung Jungheinrich Lift Truck Russland: „In Russland ist es ganz wichtig, zu den Kunden einen sehr persönlichen Kontakt zu pflegen.“
Stefan Demmig, Geschäftsführung Jungheinrich Lift Truck Russland: „In Russland ist es ganz wichtig, zu den Kunden einen sehr persönlichen Kontakt zu pflegen.“
(Bild: Maienschein)

In zehn Jahren fünf Mal umziehen – das kennt man hierzulande normalerweise nur bei Bundeswehroffizieren. Für Stefan Demmig, Geschäftsführer von Jungheinrich Lift Truck Russland, ist das Realität. Immer wieder sind nach kurzer Zeit die angemieteten Räume in und um Moskau zu klein geworden, denn in den zurückliegenden Jahren entwickelten sich die russischen Kunden immer stärker. „Sicher auch künftig. Ich bin fest davon überzeugt, dass Jungheinrich in den nächsten fünf Jahren eigene Gewerbeimmobilien in Russland besitzen wird“, so der Russland-Geschäftsführer.

Der persönliche Kundenkontakt ist entscheidend

Geschuldet ist Demmigs Einschätzung der brisanten Kostensituation im Land: Für Lagerfläche sind da schon einmal schnell 10 Euro pro Quadratmeter zu berappen, Büroflächen können sogar mit 25 bis 30 Euro zu Buche schlagen – westeuropäische Verhältnisse. Vergleichbar stellen sich die Kundenerwartungen dar. Lange vorbei die Zeiten, als man sich in Osteuropa mit „Low-Cost-Technik“ zufriedengab. Heute wollen russische Kunden die gleichen Geräte wie in Westeuropa haben. Ein weiteres Kriterium: die Garantiezeit.

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Die Gewährleistung für die Geräte der Premiumklasse ist genauso lang wie etwa für Deutschland: zwölf Monate oder 2000 Betriebsstunden – je nachdem, welches Ereignis früher eintritt. „24 Monate geht auch, aber das muss man sich dann genauer anschauen“, so Demmig. Und auf eine Erfahrung verweist er während der Pressekonferenz zum Zehnjährigen in Moskau besonders: „In Russland ist es ganz wichtig, zu den Kunden einen sehr persönlichen Kontakt zu pflegen – sehr viel wichtiger als in Westeuropa.“

50 verkaufte Fahrzeuge im ersten Jahr werden erwartet

Vergleichsweise bescheiden im Vergleich zur heutigen Performance stellten sich die Ergebnisse für Jungheinrich im ersten Geschäftsjahr dar. „50 verkaufte Fahrzeuge, das muss heute ein Verkäufer im ersten Jahr seiner Tätigkeit realisieren“, erklärt der Russland-Geschäftsführer die Erwartungshaltung im Vertrieb. Das Ergebnis für 2012 kann sich demzufolge sehen lassen. 3171 verkaufte Fahrzeuge und 412 abgesetzte Gebrauchtstapler, etwa 15 % davon stammen aus dem Gebrauchtgeräte-Zentrum in Dresden. Die Mitarbeiter haben sich von anfangs zwölf auf 350 erhöht, davon 129 Techniker, und bis zum Jahresende sollen noch einmal 15 bis 20 neue Kollegen dazukommen.

Henkel hat die Kundenorientierung überzeugt

Demmigs neuestes und gleichzeitig erstes automatisches Projekt in Russland wickelt er in Perm ab, noch im europäischen Teil Russlands, wo die größte Henkel-Fabrik des Landes steht, in der Wasch- und Reinigungsmittel produziert werden. Für Jungheinrich hätten die Kundenorientierung der Hamburger gesprochen, „die zu 110 % den Erwartungen von Henkel entsprochen haben“. Knappe Projektfristen hätten einen zusätzlichen Mehrwert geliefert, so Demmig.

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