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Jubiläum 125 Jahre PSB Intralogistics heißt Denken in Generationen

| Autor / Redakteur: Bernd Maienschein / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Tradition, Innovation und Vision müssen kein Widerspruch sein. Der Name Klein steht für unternehmerische Weitsicht und Verantwortung, auch für die Mitarbeiter der Unternehmerfamilie. So führt Dipl.-Wirtsch.-Ing. Werner Klein das traditionsreiche Pirmasenser Unternehmen PSB erfolgreich mittlerweile in der vierten Generation.

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Aus den Händen von Pfalzmetall-Hauptgeschäftsführer Werner Simon (links) erhält PSB-Geschäftsführer Werner Klein den symbolischen Kampagnenwürfel „Herz der Wirtschaft“.
Aus den Händen von Pfalzmetall-Hauptgeschäftsführer Werner Simon (links) erhält PSB-Geschäftsführer Werner Klein den symbolischen Kampagnenwürfel „Herz der Wirtschaft“.
(Bild: Maienschein)

Ihr 125-jähriges Firmenjubiläum konnte die Pirmasenser PSB Intralogistics GmbH kürzlich feiern. Der Pfälzer Maschinenbauer ist – mittlerweile in der vierten Generation – in Familienhand und wird von Dipl.-Wirtsch.-Ing. Werner Klein geführt. Und: Die Chancen auf eine Übergabe an die fünfte Generation stehen nicht schlecht, wie auf der Jubiläumsverstaltung zu erfahren war. Aber das ist Zukunftsmusik.

PSB stellt Intralogistikanlagen seit der zweiten Generation her

Intralogistikanlagen entstanden bei PSB eigentlich schon in der zweiten Generation unter Großvater Robert Ferdinand Klein: Die von ihm in den 1940er-Jahren produzierten Transportgestelle, sehr einfache logistische Anlagen, wurden zum Warentransport innerhalb von Schuhfabriken genutzt. Doch das Produktportfolio der Pirmasenser hat sich rasant geändert. „In einer Zeit, in der die Innovations- und Informationsgeschwindigkeit Dimensionen angenommen hat, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar waren, können wir heute von Pirmasens aus unsere Anlagen in Berlin, Hamburg, aber auch in Shanghai, Chicago oder Genf steuern“, so Werner Klein.

Für ihn machen kurze Entscheidungswege, Flexibilität und vor allem das „Denken in Generationen“ seinen Familienbetrieb aus. Nicht zuletzt deshalb sei es wichtig, Investitionen dort zu tätigen, wo man diese noch überschauen und – vor allem – selbst beeinflussen könne. Daher bekenne sich PSB zum Standort Pirmasens.

PSB trotzt dem rückläufigen Branchentrend

Gerade die deutsche Metall- und Elektroindustrie hatte 2008 unter den Auftragsrückgängen in der Rezession stark gelitten. „Umso mehr sind wir stolz darauf, dass wir damals die Belegschaft gehalten haben, und wir sind umso stolzer, heute sagen zu können, dass wir etwa 10 % mehr Arbeitsplätze haben als vor der Krise 2008“, bekräftigt Werner Klein. Pfalzmetall-Präsident Dr. Eduard Kulenkamp, dessen Verband rund 100 Unternehmen mit circa 40.000 Arbeitnehmern angehören, betonte in seiner Laudatio: „Sie haben es über die Jahre hinweg verstanden, wie jedes Unternehmen heute im globalen Wettbewerb, sich an die Entwicklungen und Veränderungen der Märkte anzupassen. Sie müssen kundennah sein, Sie brauchen Innovationen.“ Das habe PSB geschafft.

Es gebe jedoch noch einen anderen Grund, den Pirmasensern zu gratulieren. Die Unternehmerfamilie sei nicht der Versuchung erlegen, die Produktion nach Osteuropa oder gar nach Asien zu verlegen. „Wir alle wissen: Viele rückverlagern wieder. Weil sie wissen: Qualität ist das Entscheidende. Sie haben von vorneherein hier an die Region, an den Standort Deutschland geglaubt, weil Sie an sich selber geglaubt haben“, so der Verbandspräsident.

Ein Highlight setzte Marketingleiter Thomas-Erno Weidner mit einer besonderen Ehrung: Für Werner Klein hatte ein Team die Original-Auftragsbücher der Nachkriegszeit aus den Kellerarchiven hervorgezaubert und neu binden lassen, auf dass sie auch zukünftig immer voll sind. Vater Robert Klein überreichte Weidner die neu gefasste PSB-Medaille am Band mit dem Maschinenwappen und dem alten Firmennamen „Pfalzstahlbau“.

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