Atlas-Ausfuhr AES-Verfahren zügig umsetzen

Autor / Redakteur: Ingo Küster / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Spätester Einführungstermin für das Atlas-Ausfuhrverfahren AES (Automated Export System) ist der 1. Juli 2009. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen alle Beteiligten ihre IT-Prozesse umgestellt haben. Die Essener Medion AG arbeitet mit AES und rät anderen Ausführern zur zügigen Umsetzung.

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Bereits seit dem 1. August 2006 kann das neue Atlas-Ausfuhrverfahren AES (Automated Export System) genutzt werden. Mit dem offiziellen Starttermin standen die ersten Zollämter, Softwarehäuser und Kunden bereit, das neue Verfahren einzusetzen. Nach und nach kamen alle weiteren Zollämter, neue Kunden und – da es sich bei ECS (Export Control System), in Deutschland AES, ähnlich wie bei NCTS um ein europäisches Zollverfahren handelt — alle EU-Länder hinzu. AES ist ein zweistufiges Verfahren: In der ersten Stufe erfolgt die Abwicklung an der Ausfuhrzollstelle (Binnenzollamt), in der zweiten die Ausfuhr an der Ausgangszollstelle (Grenzzollamt).

Zeit der Einführung kann leicht unterschätzt werden

Europäisch gedacht, kann somit ein Exportverfahren in Tschechien eröffnet und im zweiten Schritt im Hamburger Hafen beendet werden. Die Ausfuhranmeldung wird von dem Zollsystem des EU-Landes über das europäische Zollnetz an Atlas gesendet. „Beschäftigen Sie sich möglichst umgehend mit AES. Sie werden überrascht sein, wie viel Zeit Sie benötigen, bis Sie mit dem neuen Verfahren auch wirklich arbeiten. Und bedenken Sie: Noch können Sie sich den Softwarepartner aussuchen, der Sie bei der Einführung von AES unterstützen soll. In einem halben Jahr wird die Situation angespannter sein, denn die Dienstleister dürften am Rande ihrer Kapazitäten operieren. Dann wird so manch wünschenswerte Anforderung dem Termindruck zum Opfer fallen müssen. Die Dakosy AG verfügt bereits über umfangreiches Erfahrungspotenzial, um weitere AES-Einführungsprojekte zu begleiten“, bestätigt Andre Cohrs, IT-Projektverantwortlicher bei der Medion AG.

Als spätester Einführungstermin steht der 1. Juli 2009 verbindlich fest. Bis dahin haben alle Beteiligten – das heißt alle in Drittländer exportierende Unternehmen — Zeit, ihre IT-Prozesse umzustellen. Von den knapp drei Jahren Umstellungszeit ist bereits über die Hälfte verstrichen. Wie sieht der Status Quo aus, wie viele Unternehmen nutzen bereits AES? Die Antwort macht nachdenklich: Im Juni 2008 wurden deutschlandweit erst rund 10% aller Ausfuhranmeldungen über Atlas abgewickelt.

Wirtschaft sieht die Lage zu entspannt

Die Gründe für die geringe Akzeptanz sind schnell gefunden: Die einen Unternehmen sehen den Termin 1. Juli 2009 noch entspannt in weiter Ferne. Die anderen haben zwar die Aufgabenstellung erkannt, aber noch nicht in ihrer Komplexität, und geben sich daher ebenfalls noch gelassen. In den meisten Fällen geht es allerdings nicht darum, irgendeine Softwarelösung einzusetzen, sondern um die reibungslose Integration der Zollabwicklung in die bestehende Ablauforganisation. Herkömmlich erfolgt die Zollabwicklung parallel und autark von den übrigen Logistikabläufen.

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