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Verpackungstechnik Anforderungen an die Verpackungen der Zukunft

Redakteur: Gary Huck

In seinem Trendreport zeigt DHL auf, welche Anforderungen in Zukunft an Versandverpackungen gestellt werden und welche Herausforderungen sich daraus für die Distributionslogistik ergeben.

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Die Untersuchung „Rethinking Packaging“ von DHL soll die Verpackungstrends der Zukunft zeigen.
Die Untersuchung „Rethinking Packaging“ von DHL soll die Verpackungstrends der Zukunft zeigen.
(Bild: DHL)

Mit dem Titel „Rethinking Packaging“ hat DHL zum Jahresende einen Trendreport zu Versandverpackungen veröffentlicht. Laut dem Expressdienstleister ergab eine Umfrage unter seinen Kunden und Partnern, dass für neun von zehn Unternehmen Verpackungen in den nächsten drei bis fünf Jahren eine wichtige Rolle spielen werden. Schnelle Lieferungen und Abo-Dienste führen dazu, dass viele Pakete nur noch einen Artikel enthalten. Dieser Trend hat eine Erhöhung der CO2-Emissionen und des Verpackungsmülls zur Folge. Umweltfreundlichere und kostengünstigere Lösungen werden nach Angaben von DHL in Zukunft noch wichtiger werden.

Bedürfniswandel führt zu Mehrkosten

„Einfache, wiederverwertbare und robuste Verpackungen sind für unserer Kunden wichtig. Die sich immer schneller wandelnden Bedürfnisse von Unternehmen, Verbrauchern und der Umwelt im Allgemeinen erhöhen jedoch die Kosten und verringern die Effektivität“, sagt Matthias Heutger, Global Head of Innovation & Commercial Development bei DHL. „Wir sind der Überzeugung, dass der Einsatz neuer Tools zur Verpackungsoptimierung und die Einführung neuer Materialien und Umschlagstechnologien die Effizienz und Produktivität deutlich steigern werden.“

DHL hat fünf Auswirkungen ausgemacht, die die neuen Verpackungstrends nach sich ziehen:

  • Optimierung von Verpackungen: Pakete, die nicht vollständig gefüllt sind, sind einer der Hauptgründe für Schäden an Produkten. Um das möglichst zu vermeiden, gibt es Softwarelösungen, die das Verhältnis zwischen dem zu versendenden Gegenstand, der Verpackung und der Palette berechnen und diese Information an den Kommissionierer weiterleiten.
  • Verpackungsautomatisierung: Automatisierte Entladeprozesse, Endverpackungsanlagen, Etikettiersysteme und kollaborative Roboter zur Entlastung saisonaler Personal- und Verpackungsengpässe werden Unternehmen dabei unterstützen, dem wachsenden Onlinemarkt unter die Arme zu greifen.
  • Nachhaltiges Verpackungsmaterial: Während die Erforschung von grünen Alternativen zu Plastikfolien und Einwegplastikverpackungen sowie zu nachhaltigen Lebensmittelverpackungen voranschreitet, stellt der Abgleich von Kosten und Kundenkomfort für Einzelhändler eine neue Herausforderung dar.
  • Mehrwegverpackungen und Rückwärtslogistik: Branchen, die ein wirtschaftlich tragfähiges Mehrwegverpackungssystem aufbauen wollen, müssen überlegen, wie groß ihr Vorrat an Verpackungsmaterial sein sollte. Zudem müssen Kosten, Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit von Prozessen in der Rückwärtslogistik berücksichtigt werden.
  • Smart Packaging: Technologien wie Smart Labels oder Tags und Produktschutzmaßnahmen auf der letzten Meile stärken mittels Echtzeit-Updates über Zustand und Standort des Pakets die Verbindung zwischen dem Kunden, der Lieferkette und dem Paket.

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