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Untersuchung Aufschwung beim Handelsvolumen im dritten Quartal

Redakteur: Gary Huck

Aktuell steht es wieder unsicherer um die wirtschaftliche Erholung. Das dritte Quartal lief aber gerade im Bereich Supply Chain gut. Das könnte auch Auswirkungen auf Q4 haben.

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Beim Transaktionsvolumen liegen die Eurozone und die USA im dritten Quartal über dem globalen Durchschnitt. UK und China hinken etwas hinterher.
Beim Transaktionsvolumen liegen die Eurozone und die USA im dritten Quartal über dem globalen Durchschnitt. UK und China hinken etwas hinterher.
(Bild: Tradeshift)

Der Transaktions- und Zahlungsspezialist Tradeshift hat seinen Index of Global Trade Health für das dritte Quartal 2020 veröffentlicht. Laut der Untersuchung stieg die Zahl der Bestellungen und Rechnungen, die über globale Lieferketten ausgetauscht wurden, im Schnitt um 15 %. Im zweiten Quartal war sie um einen ähnlichen Wert gesunken. Für diese Erholung der Lieferketten war vor allem ein Schub im Juli verantwortlich. Im August und September ließ das Bestell- und Rechnungsvolumen wieder etwas nach. Insgesamt würden Zahlungen weiter verzögert erfolgen, das heißt trotz einer Normalisierung bei Bestellungen kann es weiterhin zu Liquiditätsengpässen kommen.

Am stärksten war der Anstieg bei den Transaktionen in der Eurozone und den USA. Im Euroraum wurde im dritten Quartal ein Wachstum von 25,7 % beim Transaktionsvolumen verzeichnet. In den USA lag der Wert bei 17 %. In Europa und den USA nähern sich die Werte laut Tradeshift dem Vor-Covid-Niveau an.

Die Rechnungszahlungen konnten mit dem Auftragsvolumen aber nicht ganz mithalten. Global stieg das Auftragsvolumen in Q3 um 20 %, die Rechnungszahlungen nur um 14 %. Da die Zahlungen zeitlich verschoben entrichtet werden, könnte das auch mit dem schlechten zweiten Quartal zusammenhängen. Zum Jahresende wäre dadurch aber auch ein Cashflow-Schub möglich, da sich das gute dritte Quartal zeitversetzt positiv auf Zahlungen niederschlägt.

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