Auto-ID

Automatische Identifikation optimiert die variantenreiche Fertigung

Seite: 2/4

Anbieter zum Thema

Eine leistungsfähige Oracle-Datenbank stellt per Web-Service dann in Echtzeit alle benötigten Informationen für die einzelnen Arbeitsstationen zur Verfügung. Außer den eigentlichen Produktionsinformationen, zum Beispiel der Stückliste für ein Produkt, umfassen diese Daten auch umfangreiche Prüfvorschriften und Referenzwerte für die Qualitätssicherung (Bild 3). Die Codes werden mit Inkjet aufgedruckt, mit Etiketten aufgeklebt oder direkt gelasert.

Zulieferteile erhalten eigenen Code beim Wareneingang

Sogar die Zulieferteile erhalten alle eine werksinterne Unikatsnummer am Wareneingang. Dies ist einfacher und zielführender, als sich mit den wechselnden, weltweit angesiedelten Lieferanten des Werks auf einen Nummernstandard zu einigen.

Während früher der einfache Strichcode (Barcode) vorherrschte, hat diese Rolle heute der 2D-Code (Data Matrix) übernommen. Diese Codierungsform besticht durch die vergleichsweise hohe Informationsdichte, Robustheit gegen Fehler und geringen Platzbedarf. So ist es beispielsweise möglich, selbst kleinste Module wie Stecker oder Leiterplatten eindeutig zu kennzeichnen.

Ein weiterer Vorteil: Da der 2D-Code erheblich kleiner als ein Barcode ist, kann er auch erheblich schneller per Laser aufgebracht werden. Dadurch konnten die Taktzeit um 2,5 s pro Erzeugnis gesenkt werden – in der Elektronikfertigung eine erhebliche Produktivitätssteigerung.

Außer der eigentlichen Produktionssteuerung werden über die kleinen Codes auch umfangreiche Qualitätsdaten für jedes Erzeugnis gesammelt. So können die Amberger für jedes Gerät, das die Fabrik verlässt, genau die eingebauten Zulieferteile, die Produktionszeit, die Messergebnisse und vieles mehr abrufen.

Optimierte Leseergebnisse vermeiden Fertigungs-Stopp

Diese Nachweise sind vor allem bei sicherheitskritischen Komponenten wichtig, um im Zweifel die einwandfreie Produktion zu belegen. Daneben hilft die Datensammlung aber auch zur Optimierung der Qualität, weil bestimmte Fehlermuster frühzeitig erkannt werden können.

(ID:282763)