Auto-ID

Automatische Identifikation optimiert die variantenreiche Fertigung

13.01.2009 | Autor / Redakteur: Markus Weinländer / Bernd Maienschein

Mit dem Kamerasystem Simatic VS130-2 werden die Baugruppen bei jedem Fertigungs- und Prüfschritt automatisch identifiziert.Bild: Siemens
Mit dem Kamerasystem Simatic VS130-2 werden die Baugruppen bei jedem Fertigungs- und Prüfschritt automatisch identifiziert.Bild: Siemens

Techniken zur automatischen Identifikation (Auto-ID) sind ein wichtiger Schlüssel, um variantenreiche Produkte effizient und mit hoher Qualität herzustellen. Bei der Fertigung speicherprogrammierbarer Steuerungen wird dabei gleichermaßen auf 2D-Codes und Radio-Frequency Identification (RFID) gesetzt.

Der Standort Amberg gilt als eine Perle des Siemens-Konzerns: Seit vielen Jahren produzieren über 1000 Mitarbeiter die zahlreichen Module der Steuerungsfamilie Simatic S7. Das Hauptziel der Fertigungsingenieure: die Qualität der Erzeugnisse. Schließlich werden die Simatic-Komponenten weltweit von Siemens-Kunden in zahllosen Fabriken zur Steuerung von Fertigungsabläufen eingesetzt – Geräteausfälle würden dabei zum Produktions-Stopp und somit zu erheblichen Kosten führen.

Wirtschaftliche Fertigung trotz Variantenvielfalt

Daneben muss das Amberger Werk natürlich sehr effizient arbeiten, um im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben. Dies ist umso schwieriger, als die Simatic-Familie inzwischen eine große Produktvielfalt für unterschiedlichste Anwendungen bietet. Die Aufgabe lautet: Die Fertigungsabläufe so zu organisieren, dass trotz Variantenvielfalt eine wirtschaftliche Fertigung möglich ist.

Die Lösung liegt in der vollständigen Ausrichtung der Arbeitsabläufe auf die Variantenvielfalt. Bernhard Streber, im Elektronikwerk für Identifikationstechnik verantwortlich, betrachtet die Produkte nicht als Massenware. Vielmehr wird jedes Erzeugnis als Unikat behandelt.

Möglich wird dies durch ein flexibles Produktionskonzept, bei dem jede Maschine und jeder Arbeitsplatz möglichst viele unterschiedliche Produkte bearbeiten kann. Dies beginnt bei flexiblen Bestückautomaten zur Herstellung der Leiterplatten und endet bei Verpackungsarbeitsplätzen (Bild 1 – siehe Bildergalerie), bei denen individuell für jedes Einzelprodukt die erforderlichen Beipackartikel wie Kabel, Dokumentation oder Software-CD auf dem Bildschirm erscheinen und deren Entnahme aus den Vorratsbehältern überprüft wird.

Optische Codes als Schlüsseltechnologie für die automatische Identifikation

Um dieses komplexe System zu steuern, ist eine Identifikation jedes Erzeugnisses bei jedem Arbeitsschritt erforderlich. Das kann aus Effizienzgründen nur automatisch erfolgen. Dabei setzt das Elektronikwerk vor allem auf optische Codes (Bild 2). In den Codierungen wird die Unikatsnummer jedes Bauteils, Zwischenerzeugnisses und Endprodukts gespeichert.

 

Unterschiedliche Erkennungsverfahren

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