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Fahrzeugtechnik Batterieladegenerator hilft Lokomotiven

Mit an Bord der neuen Mittelführerhaus-Lokomotiven-Generation von Vossloh Locomotives ist ein optionaler Batterieladegenerator, der von einem Dieselaggregat der Motorenfabrik Hatz angetrieben wird.

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Der kleine graue Batterieladegenerator erhöht, angetrieben von einem Hatz-Dieselmotor, die Effizienz der Lok und spart Diesel.
Der kleine graue Batterieladegenerator erhöht, angetrieben von einem Hatz-Dieselmotor, die Effizienz der Lok und spart Diesel.
(Bild: Hatz)

Vossloh produziert in seinem Werk in Kiel die neue dieselelektrisch beziehungsweise hydraulisch angetriebene Mittelführerhaus-Lokomotivfamilie mit insgesamt fünf verschiedenen Modellen. Für alle Varianten liegt eine Bauartzulassung vom Eisenbahnbundesamt vor. Es sind Industrielokomotiven, die für den Rangier- und Streckenbetrieb ausgelegt sind. Um die Loks noch effektiver zu machen, können sie mit einem Batterieladegenerator ausgestattet werden. Hatz Diesel liefert eine komplett ausgestattete Einheit, die dafür sorgt, dass die Batterie der Lokomotive ab einem bestimmten Ladezustand wieder mit Strom versorgt wird. Das hat eine Reihe von Vorteilen: Die Lokomotiven springen immer an, weil die Batterien ausreichend geladen sind. Sicherheitseinrichtungen und -funktionen können nicht ausfallen, weil genügend Strom vorhanden ist. Auch die Motorvorwärmung funktioniert permanent. Und im Winter wird ein Vereisen der Scheiben vermieden, was auch, aber nicht nur, für die nördlichen Regionen Europas interessant ist.

Kleines Aufbaumaß und niedriges Gewicht des Generators

Wie Hatz angibt, ist ein Pluspunkt unter wirtschaftlichen Aspekten, dass zum Laden der Batterien nicht die große Maschine mit einigen Hundert PS anspringt, sondern der Batterieladegenerator, der mit einem kleinen Hatz-Diesel 1B50V ausgerüstet ist. Dieser luftgekühlte Einzylindermotor hat eine mechanische Leistung von 8,5 kW und eine elektrische von 125 A bei 28 V. Er erfüllt alle Anforderungen für Lokomotiven in Deutschland und vielen Ländern der EU, wie Brandschutz, EMV und Beschleunigung, mit entsprechenden Nachweisen.

Um die Technik der Zukunft zum Vorteil der Kunden zu verwirklichen, begann die Zusammenarbeit für dieses Projekt zwischen Vossloh Locomotives und Hatz Diesel vor etwa sechs Jahren. Man erstellte gemeinsam ein Pflichtenheft, in dem alle Anforderungen festgehalten wurden. Dabei war für Vossloh Locomotives wichtig, dass kleine Aufbaumaße realisiert werden konnten, heißt es. Auch das Gewicht sollte nicht allzu hoch sein und es musste ein leiser, luftgekühlter Motor sein. Zudem nahm die Zuverlässigkeit einen hohen Stellenwert ein. All diese Forderungen konnte Hatz Diesel in einem technisch innovativen Gesamtpaket verwirklichen. „Die fachliche Zusammenarbeit mit Hatz war bestens und läuft nach wie vor ausgezeichnet“, bestätigen Reiner Krüger und Andreas Krause von Vossloh Locomotives.

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