Industrietore

Bei der Auswahl der Verladetechnik zählt die individuelle Beanspruchung

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In Bezug auf die genannten Werte ergibt das eine Lebensdauer von fünf oder von zehn Jahren. Eine Einsparung bei den Einstandspreisen von 300 bis 400 Euro pro Einheit kann also gerade auch bei größeren Verladeanlagen sehr teuer werden, wenn bereits nach fünf Jahren – je nach Anbieter – das Mehrfache für die Instandhaltung investiert werden muss.

Instandhaltungsmaßnahmen werden oft von den Herstellern vorgegeben

Der zweite Punkt sind die potenziellen Instandhaltungskosten, wozu auch Ersatzteilpreise oder die jährliche Prüfung zählen. Daher sollte man sich grundsätzlich fragen, welche Instandhaltungsmaßnahmen seitens des Herstellers vorgegeben werden und was die entsprechenden Maßnahmen kosten. Bei einer Überladebrücke müssen beispielsweise die Hydraulikschläuche nach sechs Jahren getauscht werden.

Welche Kosten fallen also bei den unterschiedlichen Lieferanten an? Die Preisspannen bei Ersatzteilen sind enorm. Erfreulicherweise können einige Hersteller, wie zum Beispiel Promstahl, Ersatzteile für Mitbewerber in Erstausrüsterqualität liefern – und das sogar zu deutlich besseren Konditionen. So ist man in keiner Weise gezwungen, Originalteile vom Hersteller zu beziehen.

Ein genauer Leistungsvergleich der Wartungsanbieter lohnt sich immer

Da sich die Instandhaltung der Anlagen unter anderem aus der gesetzlichen Landesbauordnung oder Betriebssicherheitsverordnung ableitet, sollte unbedingt die erforderliche Sachkunde des Wartungsanbieters hinterfragt werden. Bei den großen Herstellerfirmen ist das meistens unbedenklich, während immer häufiger kleine Handwerksbetriebe die jährliche Prüfung nebenbei anbieten. Dabei fehlen oft die erforderlichen Vorschriftenkenntnisse oder die dafür notwendige Praxiserfahrung.

Neben der Sachkunde spielt selbstverständlich die Leistungsfähigkeit eine zentrale Rolle. Bei kleinen Betrieben gibt es in vielen Fällen keine Krankheits- oder Urlaubsvertretung. Außerdem sind Reaktionszeit, 24-h-Hotline, Lieferzeiten und Kosten für Ersatzteile wichtige Punkte, auf die man beim Abschluss eines Wartungsvertrages achten sollte.

TCO für neue Verladeanlagen berücksichtigen

Wer die Investition in eine Verladeanlage plant, sollte sich auf jeden Fall mit seinem beauftragten Generalunternehmer oder Architekten über die Total Cost of Ownership (TCO), also über die zu erwartenden Gesamtbetriebskosten über den Lebenszyklus der Anlage hinweg, unterhalten, eventuell sogar bestimmte Vorgaben oder Anreizsysteme mit ins Spiel bringen. Langfristiges Denken und Handeln sollten stärker honoriert werden – es zahlt sich aus. MM

Thorsten Lemmer ist Geschäftsführer der Docking Montage und Service GmbH in 30989 Gehrden

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