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Beseitigen von Flaschenhälsen macht SAP-System flott

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Dieter Huber, Geschäftsführer des Softwarehauses, und sein Team wurden um Unterstützung gebeten. Es galt, die Flaschenhälse der System-Architektur zu erkennen. Warum sind Datenbank und Applikation langsam, ebenso die GUI? Huber fand unter anderem heraus, dass beispielsweise die Grafikleistung der eingesetzten Thin Clients die Anforderungen der SAP-GUI nicht erfüllen konnten. Ein grundsätzliches Problem lag somit im Frontendbereich. Basycs hatte den Blick dafür, wo überall Probleme entstehen können, und sorgte dafür, dass auch der Kunde dieses Verständnis bekam.

Es fanden sich zahlreiche weitere Ansatzpunkte zur Verbesserung der Performance: die Optimierung von Schnittstellen durch Verlagerung der Verarbeitung auf einen dedizierten Applikationsserver, die Anpassung von SAP- und IBM Systemparametern, die Optimierung der Lastverteilung auf die Applikationsserverressourcen, die Tabellenpufferung, speziell die Datenbankzugriffe bildeten ein eigenes Thema. „Da ist viel herausgeholt worden“, so Ott. Auch die vorhandenen SAP-Reyher-Entwicklungen wurden für die Datenbank optimiert, zusätzliche Indices eingerichtet. Für die Anwender kam der große Aufschwung nach einer Überprüfung der einzelnen Applikationen auf Herz und Nieren, „und als wir noch mal an den richtigen Schrauben gedreht hatten“, erinnert sich Ott.

Basisberatungen am fertigen System

Was danach noch herauszuholen war, lag im Applikations-Design einzelner Anwendungen. Beispiel Artikelabfrage, eine ABAP-Eigenentwicklung im SAP, die eine Vielzahl von Transaktionen auf einer Anzeige konsolidiert: Sie ist ein Highlight mit vielen Informationen über aktuellen Bestand, Warenein- und Warenausgänge, Kundenpreise, Bruttoeinzelpreise. Das ist eine Brot-und-Butter-Anwendung des Handelshauses, die jeder Verkäufer auf dem Schirm hat. Ihre Performance wurde erheblich verbessert. Es ging fast immer um Datenbankabfragen, die wegen fehlender Indices oder unvorteilhafter SQL-Statements zu erheblichen Zugriffszeiten führten. So führte die Datenbank teilweise vollständige Tabellendurchsuchungen („full table scan“) durch, weil Indices fehlten.

Dass man eine fundierte Basisberatung brauchte, war jedem klar. Man hatte auch schon andere Berater beauftragt. Die waren entweder bei SAP gut zu Hause oder aber auf der AS/400. Die Kompetenz bei beiden Systemen konnte nur Basycs darstellen. „Die Zusammenführung dieser beiden komplexen Welten ist so viel einfacher gewesen als man uns prophezeit hatte“, so das Resümee des EDV-Leiters.

Die zweite Generation „SAP on System i“

Im Frühjahr 2007, gut fünf Jahre nach der Nutzung der ersten „SAP on AS/400“ Implementierung kam die Frage nach einer neuen Hardware erneut auf. Schließlich wollte man einen SAP Releasewechsel von R/3 Rel. 4.6c auf SAP ERP 6.0 durchführen. Nach den positiven Erfahrungen setzte Reyher weiterhin auf die bewährte IBM AS/400 Plattform, die nun System i hieß. Basycs erstellte das Sizing unter Berücksichtigung der gestiegenen Leistungsanforderungen von SAP ERP 6.0, sowie dem wachsenden Datenvolumen bei Reyher. Die System i-Kennzahlen waren nun so gut, dass man auf eine 3-tier-Installation mit zusätzlichen Applikationsservern verzichten konnte und eine reinrassige 2-tier-Lösung mit einem System i Modell 550 plante. Im Mai 2007 stellte Reyher schon mal die 3-tier-Architektur unter 4.6c auf das neue System 550 im 2-tier-Betrieb um. „Um einen Eindruck von den Leistungsreserven zu bekommen“, so Ott. Die Erfahrungen waren mehr als ermutigend.

Der Umzug der SAP Systeme auf die neue Hardware gestaltete sich völlig problemlos. Für den anstehenden SAP Releasewechsel orderte Reyher vorsorglich zwar einen zusätzlichen Windows-Applikationsserver – falls die Performance wider Erwarten doch nicht ausreichend sein sollte. Doch sie war es, der Applikationsserver fand eine anderweitige Verwendung. Basycs führte die Systemumzüge und den SAP Releasewechsel in bewährter Manier nach Plan durch. Zwischen den Jahren wurde das ERP System upgegradet und Reyher ging zum 2. Januar 2008 produktiv.

Situation heute

Heute gibt es bei Reyher 320 IT-Arbeitsplätze, davon knapp 300 mit SAP-Zugriff. Sie verfügen auf der vorliegenden „SAP on System i“-Plattform über ausreichende Ressourcen und können die nächsten Jahre mit guter Leistung und geringerer Systemkomplexität bewältigen.

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