Industrie 4.0

Bosch realisiert Fabrik der Zukunft

| Redakteur: Bernd Maienschein

Unter dem Namen „Nexeed“ bündelt Bosch seine Kompetenzen in den Bereichen Software und Services, um die Spitzenposition bei Industrie 4.0 zu halten.
Unter dem Namen „Nexeed“ bündelt Bosch seine Kompetenzen in den Bereichen Software und Services, um die Spitzenposition bei Industrie 4.0 zu halten. (Bild: Bosch)

Jährlich 1 Mrd. Euro plant Bosch mit vernetzten Systemen für Fertigung und Logistik umzusetzen. Zur Hannover Messe präsentiert das Unternehmen deshalb ein autonomes Transportsystem, die optische Fehlererkennung auf Basis von künstlicher Intelligenz (KI) sowie den 3D-Druck in Verbindung mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G.

Industrie 4.0 sei endgültig in den Fabriken angekommen und zahle sich aus, ist man sich bei Bosch sicher. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen vier Jahren über 1,5 Mrd. Euro mit Industrie-4.0-Anwendungen umgesetzt und will schon 2022 jährlich über 1 Mrd. Euro mit Industrie 4.0 erzielen.

Auf der Hannover Messe zeigt Bosch die Fabrik der Zukunft: Autonome Transportfahrzeuge liefern Komponenten zu digitalen Arbeitsplätzen, Robotiklösungen unterstützen Mitarbeiter bei der Fertigung, die Qualitätsprüfung erfolgt mithilfe von künstlicher Intelligenz. Die Kommunikation zwischen Maschinen und Anlagen verläuft dank 5G reibungslos und nahezu in Echtzeit.

Zur rechten Zeit am rechten Ort

Doch was nutzt eine hoch automatisierte Fertigung, wenn das benötigte Material nicht pünktlich und in der richtigen Menge an der Produktionslinie ankommt? „Wer die Fabrik der Zukunft konsequent zu Ende denkt, hebt Grenzen auf und verbindet: Produktion und Logistik müssen zusammen gedacht werden. Nur so lässt sich Industrie 4.0 erfolgreich umsetzen“, sagt Rolf Najork, für die Industrietechnik zuständiger Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH.

Mit dem autonomen Transportsystem „ActiveShuttle“ steigt Bosch in die Intralogistik ein.
Mit dem autonomen Transportsystem „ActiveShuttle“ steigt Bosch in die Intralogistik ein. (Bild: Bosch)

Auf der Hannover Messe präsentiert Bosch Rexroth das „ActiveShuttle“. Das autonome Transportfahrzeug befördert Materialien vom Lager in die Produktion direkt dorthin, wo die Komponenten benötigt werden. Über eine integrierte Hubplattform erfolgt selbstständig das Auf- und Abladen. Handgriffe für Mitarbeiter entfallen. Ausgestattet mit Laserscannern findet das „ActiveShuttle“ seinen Weg selbst, erkennt Fahrzeuge und Personen – und lernt dazu: Das Transportsystem erstellt eine Karte der Gegebenheiten vor Ort und aktualisiert diese kontinuierlich.

Kommt die Ware pünktlich an?

Das Erfolgstrio der Fabrik der Zukunft besteht aus Mensch, Maschine und Daten. Dafür bedarf es intelligenter Software, die ein harmonisches Zusammenspiel zwischen den Akteuren ermöglicht. „Industrie 4.0 ist ohne Software undenkbar. Mit unserer Geschäftseinheit Bosch Connected Industry bauen wir unsere Spitzenposition bei Industrie 4.0 weiter aus und bündeln unsere Kompetenzen in den Bereichen Software und Services unter dem Namen Nexeed“, sagt Dr. Stefan Aßmann, Leiter Bosch Connected Industry.

Das Unternehmen unterstützt mit dieser Geschäftseinheit seine Kunden dabei, Transporte zu überwachen, Produkte effizient und rasch zu fertigen und diese rechtzeitig und sicher auszuliefern. Ein Beispiel: Bei Nexeed Track and Trace teilt das Frachtgut selbst Informationen zu Standort, Temperatur und Erschütterungen mit. Logistiker können so jederzeit den Status einsehen und Rückschlüsse ziehen, ob die Ware pünktlich ankommt.

Weitere Beiträge des Unternehmens:

Bosch Rexroth

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