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Produktionslogistik CFK stellt Logistiker vor Herausforderungen

Redakteur: Robert Weber

CFK ist in aller Munde. Vom Wunderwerkstoff sprechen manche Experten. Auch die Logistiker können ihr blaues Wunder mit den CFK-Bauteilen erleben, denn diese stellen besondere Anforderungen an die Prozesse im Unternehmen. Eine Studie der Unternehmensberatung Ingenics verschafft einen Überblick und spricht Handlungsempfehlungen aus.

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Mit dem Aufbau einer CFK-Bauteilfertigung für das Elektroauto i3 im BMW-Werk Landshut wurde auch eine Logistikprozesskette installiert.
Mit dem Aufbau einer CFK-Bauteilfertigung für das Elektroauto i3 im BMW-Werk Landshut wurde auch eine Logistikprozesskette installiert.
(Bild: BMW)

Wenn in Deutschland ein historischer Startschuss fällt, dann meistens mit einem roten Knopf. Der wirkt auf Bildern besonders attraktiv, denken viele Marketingexperten. Kurz bevor er gedrückt wird, versammeln sich dann die wichtigen Herren in dunklen Anzügen und Krawatten und die Damen mit schicken Kleidern um ihn herum und grinsen in die Objektive. Der prominenteste rote Knopf wurde wohl in den 60-er Jahren gedrückt und auf einmal war die Fernsehmattscheibe bunt – ein wichtiger Schritt in der TV-Geschichte.

Besonderheiten der CFK-Logistik im Fokus behalten

Auch beim Autobauer BMW steht der rote Knopf für Fortschritt. Anfang März 2012 wurde er wieder gedrückt. Dieses Mal am BMW-Standort Landshut. Die Produktion von carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) startete in Niederbayern. Auch ein wichtiger Schritt in der Automobilgeschichte, denn von dem neuen Stoff versprechen sich die Entwickler viel Potenzial für ihre Industrie. Leichter und sparsamer sollen die Autos von morgen sein und gleichzeitig sicher und stabil. CFK soll das alles möglich machen.

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Deshalb investieren die Unternehmen viel Zeit und Geld in die Erforschung und Anwendung des Stoffs. Doch nicht nur die Produktion muss sich mit CFK auseinandersetzen, auch die Logistiker sind gefragt, denn die CFK-Produktion könnte die Materialflüsse in den Fabriken durcheinanderwirbeln und die Bandversorgung nachhaltig verändern. Die Unternehmensberatung Ingenics AG, Ulm, hat im Rahmen einer Studie das Modell einer effizienten CFK-Produktionslogistik erarbeitet. Ihr Fazit: Eine CFK-gerechte Logistik muss nicht teurer sein. Die Anwender müssen aber einige Besonderheiten in den Prozessen berücksichtigen.

Anforderungen von Luftfahrttechnik und Automobilbau sind unterschiedlich

Dazu zählt beispielsweise die Beschaffungslogistik. Weltweit existieren nur acht Anbieter von Carbonfasern mit unterschiedlichen Produktspektren, Fertigungskapazitäten und geografischer Lage. Der Fokus liegt auf Japan, den USA und Europa. Die Unternehmen in den Vereinigten Staaten und Europa sind stark geprägt durch die Luftfahrtindustrie, die andere Ansprüche an die CFK-Bauteile stellt und in der Produktion der Bauteile andere Wege beschreitet als die Automobilindustrie.

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