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Digitalisierung

Chancen von Logistik 4.0 erkennen und nutzen

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Das Thema Predictive Analysis wird im Zuge der scheinbar unüberschaubaren Datenmengen in der Logistik künftig eine tragende Rolle einnehmen. Bei diesem Verfahren werden Erfahrungswerte in Form von gesammelten Daten genutzt, um Vorhersagen für künftige Entscheidungen zu treffen. Denn nur durch zuverlässige Analysen lassen sich auch Prozessoptimierungen realisieren. Mithilfe von geeigneten Tools werden beispielsweise auf Basis von Vergangenheitsdaten Platzbelegungen im Lager überprüft und optimiert, um etwa den Kommissionieraufwand zu minimieren. Auch Mengenbelegungen und Personalanforderungen lassen sich so präzise vorhersagen. Voraussetzung für solche Analysen ist die Bündelung aller relevanten Informationen. „Wer an dieser Stelle kein ganzheitliches Logistiksystem installiert, verliert schnell den Überblick und lässt erhebliches Optimierungspotenzial ungenutzt“, ist Heinrich überzeugt. Um die Erfahrungen direkt in die Prozesse einfließen zu lassen, sind smarte Lösungen gefragt, wie er berichtet: „Idealerweise ist Predictive Analysis bereits ein Bestandteil des SES. Das System lässt die Erfahrungen aus dem Datenschatz dann eigenständig in die Optimierung einfließen.“

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Smarte Lösung für eine smarte Zukunft

Zukunftsfähige Lösungen sind beispielsweise Systeme, die mobil und flexibel einsetzbar sind. Die aktuell am Markt frei verfügbaren Smart Devices, wie Smartphones und Tablets, bieten auch für die Logistik zahlreiche Einsatzmöglichkeiten – mit der entsprechenden Software eignen sie sich optimal für den Einsatz im Lager und darüber hinaus. „Für Anbieter von SES gilt es, sich jetzt auf die mobile Zukunft der Logistik vorzubereiten“, sagt Jens Heinrich. „Mobil verfügbare Softwareangebote sind eine Grundvoraussetzung für Logistik 4.0. Auch die Bereiche Smart und Wearable Devices dürfen dabei nicht als irrelevant abgestempelt werden“, weiß Heinrich: „Was aktuell vielleicht noch als Spielerei angesehen wird, könnte schon in wenigen Jahren Standard sein. Einige Unternehmen haben bereits Pilotprojekte mit Smart Glasses und Watches gestartet. Und genau diese Unternehmen werden auch künftig die Nase vorn haben.“ Gerade bei der Anwendung von Consumer Hardware im Industrie- oder Logistikumfeld können sich viele Vorteile ergeben: Dadurch entstehen in einigen Logistikanwendungen neue Lösungsansätze und Möglichkeiten. Es gilt, den effizientesten Ansatz zu finden und für die eigenen Prozesse zu nutzen. Ein Beispiel dafür sind Apps wie die Truck-Driver-App von E+P, die Lkw-Fahrer auf ihren Touren unterstützt. Damit können Fahrer alle Auftragsdaten, die optimale Route sowie den Fortschritt ihres Auftrags jederzeit mobil abrufen. Die Anwendung läuft auf Android- und Apple-Betriebssystemen und ist so auf allen gängigen Smartphones nutzbar. Unternehmen sparen nicht nur Kosten für die teure Anschaffung von Spezialhardware, sondern auch Zeit: Blitzschnell werden dem Fahrer alle wichtigen Informationen oder Änderungen im Ablauf auf sein Smartphone geschickt. Nützliche Hilfen gibt es auch im Lager, wo beispielsweise Augmented-Reality immer wichtiger wird. Durch visuelle Unterstützung und Anzeige der Produkte als Bildsymbole wird die Fehlerquote deutlich minimiert. Das alles sind Faktoren, mit denen Unternehmen langfristig ihre Investitionssicherheit wahren.

Herausforderungen meistern – Chancen nutzen

Die Integration und die Vernetzung aller Logistikbereiche sind für Unternehmen Herausforderung und Chance zugleich. Nur wer auf Spezialisten setzt, die das notwendige Fach-Know-how mitbringen und die Anforderungen kennen, wird sich im hart umkämpften Wettbewerbsumfeld behaupten. „Angst vor diesen Entwicklungen sollten Unternehmen nicht haben, sondern die bereits vorhandenen Bedingungen für eine smarte Logistikwelt erkennen und nutzen. Experten helfen dabei“, so Jens Heinrich.

Mehr Informationen zum Thema „Big Data“ finden Sie in unserem Beitrag Big Data in der Intralogistik.

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