Yard Management
DACH stabilisiert Prozesse, USA setzt auf Vernetzung und Skalierung

Von Alexander Jatscha-Zelt * 4 min Lesedauer

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Eine internationale Inform-Umfrage unter 214 Fach- und Führungskräften aus Logistik, Industrie und Handel zeigt: Beim Yard Management verfolgen Unternehmen in DACH und den USA unterschiedliche Entwicklungsziele. Während im DACH-Raum stabile Abläufe und Effizienz im Vordergrund stehen, setzen US-Unternehmen stärker auf Vernetzung, Skalierbarkeit und Echtzeitsteuerung. Verspätete Anlieferungen und Störungen im Yard bleiben in beiden Regionen eine zentrale Herausforderung.

Laut einer Inform-Umfrage gibt es beim Yard Management signifikante Unterschiede zwischen Unternehmen aus dem DACH-Raum und den Vereinigten Staaten.(Bild: ©  hd - stock.adobe.com)
Laut einer Inform-Umfrage gibt es beim Yard Management signifikante Unterschiede zwischen Unternehmen aus dem DACH-Raum und den Vereinigten Staaten.
(Bild: © hd - stock.adobe.com)

Der international tätige KI- und Optimierungsspezialist Inform macht mit dem Vergleich von Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) sowie den USA sichtbar, wo beide Märkte Gemeinsamkeiten teilen und wo sich Prioritäten, Reifegrad und technologischer Fokus unterscheiden. Dies zeigt sich bereits bei den Anlieferungen im Werk. Im DACH-Raum berichtet keines der befragten Unternehmen von durchgängig planmäßigen Anlieferungen. Mehr als die Hälfte verzeichnet Verzögerungen bei bis zu 50 Prozent der Transporte, 14 Prozent sogar darüber. Die befragten Unternehmen aus den USA zeichnen ein etwas stabileres Bild: 44 Prozent berichten von Verspätungen bei weniger als zehn Prozent der Ankünfte. Zugleich nennt dort kein Unternehmen einen Verspätungsanteil von mehr als 50 Prozent aller Lkw.

Bei den Ursachen für Verzögerungen zeigt sich zunächst ein gemeinsames Muster. Unerwartete Störungen im Ablauf zählen in beiden Regionen zu den größten Belastungsfaktoren und werden jeweils von 66 Prozent der Befragten genannt. Im DACH-Raum treten darüber hinaus interne Engpässe deutlich stärker hervor. 64 Prozent der Befragten führen fehlende personelle oder technische Kapazitäten als Ursache an, in den USA sind es 45 Prozent. Unkoordinierte Lkw-Ankünfte bleiben ebenfalls auf beiden Seiten ein relevantes Problem und werden im DACH-Raum von 54 Prozent und in den USA von 47 Prozent der Befragten genannt. Ungenaue oder fehlende Zeitfenster werden von 37 Prozent der Befragten im DACH-Raum und von 43 Prozent in den USA genannt, überlastete Ladestellen von 35 beziehungsweise 42 Prozent.