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Kleinteilelager Das Shuttle nimmt nicht jeden Regalbauer

| Redakteur: Robert Weber

Die Shuttles fliegen weiter. Immer mehr Logistiker vertrauen der neuen Technik. Im In- und Ausland entstehen zahlreiche neue Logistikzentren mit Shuttletechnik im Innern. Entscheidend für den Erfolg der Projekte ist auch das Regal. Beide Komponenten müssen eine Funktionseinheit bilden – wie in einer Ehe.

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Mit dem Systempartner Vanderlande realisierte Bito ebenfalls ein Shuttleprojekt.
Mit dem Systempartner Vanderlande realisierte Bito ebenfalls ein Shuttleprojekt.
(Bild: Bito)

Junge, gut aussehende Technik sucht innovativen Partner für zukünftige Lagerprojekte, gerne auch etwas älter, aber bitte mit modernen Ansichten und hohen Ansprüchen an sich selbst. Hast du auch Sehnsucht nach schnellen Prozessen, richtigen Ein- und Auslagerungen und verzehrst du dich nach Logistikern? Dann könnte es mit uns klappen. Schreib mir unter dem Stichwort: Shuttle sucht Regal. Der Erfolg der Kontaktanzeige ist, wie im richtigen Leben auch, nicht garantiert, denn auf dem deutschen Lagertechnikmarkt tummeln sich nur wenige Regalbauer, die Lösungen für die Shuttletechnik liefern können.

Gesucht wird eine Norm, doch nicht jeder will sie haben

Aus Sicht von Ylog, einem Vorreiter in der Shuttletechnik, existieren nur zwei Anbieter, die Regale für Ylog-Produkte bauen können. Einer davon ist Bito. Die Pfälzer haben schon mehrere Shuttleprojekte erfolgreich umgesetzt – nicht nur mit Ylog. Bei den Regalbauern ist man sich sicher: „Regal und Shuttle müssen eine Funktionseinheit bilden.“ Das bedeutet: Die Komponenten müssen viel genauer aufeinander abgestimmt werden.

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Beim klassischen Automatischen Kleinteilelager (AKL) mit einem Regalbediengerät war die FEM 9832 als Norm die Basis für die Angebotserstellung und die Anforderungen. Mit den Shuttles kommen neue Aufgaben auf die Regalbauer zu. „Im Vergleich zu klassichen AKL mit RBG trägt hier die Regalkonstruktion die Shuttles. Damit Regal und Shuttle eine starke Einheit bilden, bestehen erhöhte Anforderungen – beispielsweie an Toleranzen und Durchbiegungen. Und weil es zahlreiche Hersteller von Shuttlesystemen gibt, erhöht sich auch die Variantenzahl an Schienen und Profilen“, erklärt Bito. Und SSI Schäfer ergänzt: „Im Gegensatz zu einem herkömmlichen RBG sind den Shuttles innerhalb einer Gasse einzelne Regalebenen zugewiesen. Die Shuttles bewegen sich dann auf eigens montierten Schienen vor und zurück, was erhöhte Anforderungen für die Stahlbaukonstruktion bedeutet. Zum Beispiel spielen hier eventuell engere Toleranzen, das Kriterium Betriebsfestigkeit und die Komplexität der Einzelprofile eine große Rolle. Zudem stellen die aufwändigeren Montageabläufe eine weitere Herausforderung dar.“ „Zwar erfüllen alle diese ähnliche Ansprüche, sind jedoch auch unterschiedlich konstruiert“, heißt es bei Bito weiter. Das erfordert die passenden Anschlusskonzepte.

Ylog und Bito realisieren Shuttle-Regal-Projekt in Skandinavien

Mit Bito hat Ylog schon zusammengearbeitet. Bei dem Handelsunternehmen Ahlsell installierten die Partner ein Shuttlelager. Die Anforderungen der Österreicher: „Während andere 0,2 bis 0,5 mm Genauigkeit im Regalbau benötigen, haben wir höchste Verfügbarkeit mit +- 2 mm.“ Außerdem fahre ihr Shuttle freier als Konkurrenzprodukte, die daher eine sehr stringente Führung bräuchten.

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