Roboter De Man modernisiert Verpackung von Kaffeesahne bei Nordmilch

Der Automatisierungsspezialist de Man aus Borgholzhausen wurde von Nordmilch mit der Modernisierung des Verpackungs-Roboters für Kaffeesahne beauftragt. Dabei konnte de Man das Greifwerkzeug und sämtliche Komponenten des Scara-Roboters übernehmen.

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Warenbereitstellung im Zentrallager Zeven: Der Nordmilch-Konzern mit Hauptsitz in Bremen exportiert seine Milchprodukte in über 80 Länder der Welt und erzielte im Jahr 2008 einen Konzernumsatz in Höhe von 2,5 Mrd. Euro. Bild: Nordmilch
Warenbereitstellung im Zentrallager Zeven: Der Nordmilch-Konzern mit Hauptsitz in Bremen exportiert seine Milchprodukte in über 80 Länder der Welt und erzielte im Jahr 2008 einen Konzernumsatz in Höhe von 2,5 Mrd. Euro. Bild: Nordmilch
( Archiv: Vogel Business Media )

Geschätzte 15 Jahre hatte der alte Scara-Roboter durchgehalten, der bei Nordmilch am Standort Zeven Kaffeesahne-Riegel in Kartons verpackte. Lang genug, befanden die Verantwortlichen bei Deutschlands größtem milchwirtschaftlichen Unternehmen, das jährlich 4,1 Mrd. kg Milch verarbeitet und in weltweit 80 Länder exportiert. Schließlich war die Beschaffung von Ersatzteilen inzwischen nahezu unmöglich, die Anfälligkeit deutlich erhöht.

Problemlose Integration der alten Komponenten

Der Automatisierungsspezialist de Man tauschte den alten Roboter gegen einen 6-Achs-Roboter des Herstellers Kuka aus. Dank der guten Wartung konnte de Man das Greifwerkzeug sowie sämtliche Komponenten wie die Zu- und Abführbänder übernehmen. Neben der Anbindung des neuen „Mitarbeiters“ an die alte Steuerung stattete de Man die Anlage auch nach den Richtlinien der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG mit umfassender Sicherheitstechnik aus. Nach nur zwei Tagen Einbauzeit konnte der Produktionsbetrieb weitergehen, wie es heißt.

Nur ein Beispiel dafür, wie mittels Retrofitting eine Anlage oder ein Lager auf den neuesten Stand gebracht und damit wieder effektiv gemacht werden kann. Denn nach einigen Jahren zeigen sich bei jeder Roboteranlage und jedem Lager die ersten Verschleißerscheinungen. In der Folge häufen sich Fehler, Ausfälle und Stillstände, die Anlage beginnt an Effizienz einzubüßen, Ersatzteile können gar nicht mehr oder nur mit Schwierigkeiten beschafft werden.

Modernisierung viel kostengünstiger als Neuinstallation

Dann wird es höchste Zeit für eine Generalüberholung, denn solange die Grundsubstanz noch in Ordnung ist und kein Anlass für einen Neubau oder Umzug besteht, ist die Modernisierung de Man zufolge weitaus kostengünstiger und schneller realisierbar als eine komplette Neuinstallation.

De Man plant, wie es heißt, das Retrofitting bis ins kleinste Detail mit den Kunden und garantiert eine perfekte Anpassung und Integration der neuen Komponenten in das bestehende System. Zeitrahmen und benötigtes Material würden im Vorfeld genau abgesteckt, so dass Kosten und Ausfallzeiten übersichtlich und abschätzbar blieben.

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