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Sortierlösungen DHL reagiert auf Online-Boom mit Vanderlande

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Damit das vermehrte Paket-Aufkommen durch Onlinebestellungen zu handhaben ist, entschied sich die Deutsche Post DHL für Vanderlande. Beide haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung und Installation der Sortiersysteme für ihr neues Netzwerk automatisierter Lieferstandorte in ganz Deutschland unterzeichnet. Mindestens 20 neue Standorte pro Jahr werden in den nächsten Jahren verwirklicht.

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Durch die automatisierten Sortier- und Transportsysteme müssen Pakete nicht mehr manuell gescannt oder sortiert werden.
Durch die automatisierten Sortier- und Transportsysteme müssen Pakete nicht mehr manuell gescannt oder sortiert werden.
(Bild: Deutsche Post DHL)

Ein Teil des gelieferten Systems besteht aus einer Schüttgutrutsche, die im Rahmen eines gemeinsamen Projekts von Vanderlande und der Deutschen Post DHL entwickelt wurde. Diese Rutsche führt zu einer Produktivitätsverbesserung, da sie ohne Bedienereingriff bis zu 200 Pakete puffern kann. Die Pakete werden an der Lieferstation direkt abgewickelt, was Zeit spart und eine schnellere Auslieferung an den Kunden gewährleistet. Früher mussten Pakete manuell in einen Rollcontainer und am Ende des Systems von dem Rollcontainer wiederum manuell in den Lieferwagen geladen werden. Dieser Prozess wird nun durch die Rutschen, die bis zu der Beladeposition des Fahrzeugs führen, automatisiert, was weniger Abwicklungsarbeit und verbesserte Ergonomie sicherstellt. Die Pakete können von dem Lieferpersonal schnell und bequem geladen werden, und zwar ohne das Heben schwerer Pakete.

Automatisierung verbessert Arbeitsbedingungen

Durch die automatisierten Sortier- und Transportsysteme müssen Pakete nicht mehr manuell gescannt oder sortiert werden. Stattdessen wird der gesamte Prozess von dem Auftragseingang bis zur endgültigen Auslieferung automatisiert und das Erfordernis der manuellen Abwicklung minimiert. Dies erhöht nicht nur die Geschwindigkeit und Effizienz, sondern führt auch zu einer bedeutenden Verbesserung der Arbeitsbedingungen des DHL-Lieferpersonals.

„Eine prozessuale Arbeitsweise ist der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Lodewijk Reineke, Area Director Parcel and Postal bei Vanderlande. „Bei mindestens zwanzig Systemen pro Jahr wird es Momente geben, in denen wir jede Woche ein Projekt übergeben müssen. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir diese Aufgabe mit unserem engagierten Expertenteam und durch die enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Post DHL mit Bravour meistern werden.“

Die Pakete werden in Abhängigkeit von Dimension und Menge der Rutschen mit einem doppelseitigen Posisorter für die Auslieferung in bis zu 120 Postbezirke sortiert. Dies gewährleistet die zuverlässige Hochleistungssortierung von Paketen mit unterschiedlichen Formen und Größen unter Einhaltung eines hohen Genauigkeitsgrads. Die Wartung erfolgt schnell und einfach, denn die patentierte „Plug-and-Play“-Ausführung der Carrier macht es möglich, einen Schuh in weniger als 60 Sekunden zu wechseln.

Lokales Servicenetz gewährleistet schnelle Hilfe in Notfällen

Durch die bewährte Technologie sowie die Robustheit der Systemkomponenten kann DHL diese Standorte ohne technische Mitarbeiter vor Ort betreiben. Um schnelle Hilfe in Notfällen sicherzustellen, hat Vanderlande ein lokales Servicenetz und eine zentrale Support-Hotline eingerichtet, die rund um die Uhr verfügbar sind. Die schnellstmögliche Fehleranalyse sowie die Anfahrt eines Servicetechnikers vor Ort innerhalb einer begrenzten Reaktionszeit werden in einem weiteren Service-Rahmenvertrag festgelegt. Die positiven Auswirkungen dieses neuen Konzepts wurden bereits an zahlreichen Standorten der Deutschen Post DHL, darunter Braunschweig, Bochum, Berlin, Dinslaken, Oldenburg, Aschheim, Nürnberg, Stuttgart, Neuss, Norderstedt und Karlsruhe bestätigt. Aktuell führen die Deutsche Post DHL und Vanderlande das Konzept an 20 weiteren Standorten ein.

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