Sustainability Eckes-Granini setzt auf Kombinierten Verkehr

Zum Eckes-Granini-Slogan „the best of fruit“ gehört künftig wohl auch der Gedanke an die Umwelt: Der Getränke-Multi verlagert dort, wo es möglich und sinnvoll erscheint, seine Transporte von der Straße auf die Schiene.

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Mit „hohes C“-Orangensaft im Güterwaggon und auf der Schiene singt Eckes-Granini das hohe Lied auf den Kombinierten Verkehr (KV).
Mit „hohes C“-Orangensaft im Güterwaggon und auf der Schiene singt Eckes-Granini das hohe Lied auf den Kombinierten Verkehr (KV).
(Bild: Eckes-Granini)

Nicht nur das Verlagern der Getränketransporte von der Straße auf die Schiene erscheint im Konzept von Eckes-Granini sehr löblich: Auch für seine Lkw-Logistikflotte schafft der Getränkeproduzent neue Flüssiggas-getriebene Fahrzeuge an. Dabei gehöre das Thema Nachhaltigkeit „zu den tragenden Säulen“ von Eckes-Granini und sei „tief verwurzelt in der Unternehmensstrategie“, wie es heißt. Zurecht ist man im Unternehmen stolz darauf, dass der systematische betriebliche Umweltschutz schon Anfang der 1990er-Jahre ein erklärtes Ziel gewesen ist. Seit 2019 arbeitet man eigenen Angaben zufolge an allen drei deutschen Produktionsstandorten (Nieder-Olm, Bröl, Bad Fallingbostel) klimaneutral.

Zum Kombiverkehr gehören auch Trucks – wie dieser LNG-angetriebene, der für die Feinverteilung von „hohes C“ aus dem Hause Eckes-Granini sorgt.
Zum Kombiverkehr gehören auch Trucks – wie dieser LNG-angetriebene, der für die Feinverteilung von „hohes C“ aus dem Hause Eckes-Granini sorgt.
(Bild: Eckes-Granini)

Bis aber das Beste aus der Frucht als fertiger Saft im Supermarktregal und letztendlich beim Kunden landet, entsteht naturgemäß jede Menge Kohlenstoffdioxid. Um den CO2-Fußabdruck weiter zu verringern, arbeitet Eckes-Granini kontinuierlich an neuen Ideen.

Wir arbeiten seit längerer Zeit daran, einen Teil unserer innerdeutschen Lkw-Transporte auf die Schiene zu verlagern. Das ist aber bei sensiblen Gütern wie Lebensmitteln eine große Herausforderung.

Steffen Riedel, Logistikleiter Eckes-Granini Deutschland

Die jetzige Lösung sei zusammen mit DB Cargo entwickelt worden, um so wenigstens einen Teil der innerdeutschen Transporte im Kombinierten Verkehr (KV) auf die Schiene zu bekommen. Die Saftflaschen werden dabei mit speziellen 45-Fuß-Containern von den Produktionen in Bröl/Hennef und Bad Fallingbostel zu den KV-Terminals Köln Eifeltor beziehungsweise Hamburg Billwerder gebracht.

Logistikleiter Riedel: „Mit der Verlegung können wir in Deutschland bei den Fernverbindungen pro Jahr über 50.000 Kilometer auf der Straße und damit bis zu 40 Prozent der Treibhausgas-Emissionen einsparen.“ Und sein Arbeitgeber prüfe regelmäßig weitere Optionen, um Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

Auf Sicht geht es ohne Lkw nicht

Trotz aller Anstrengungen geht es aber nicht ohne Straßentransporte, zumal die Deutsch Bahn in den letzten Jahren und Jahrzehnten teilweise massiv betriebliche Gleisanschlüsse rückgebaut beziehungsweise stillgelegt hat. Aber auch hier hat Eckes-Granini eine relativ umweltfreundliche Antwort parat: Jetzt werden die ersten LNG-getriebenen Trucks in die Flotte integriert. Das flüssige Erdgas (Liquefied Natural Gas) spare nach Angaben des Unternehmen wenigstens noch einmal rund 20 Prozent Kohlendioxidemissionen und rund 60 Prozent an Stickoxiden im Verhältnis zum Diesel ein. Und auch die Geräuschemissionen wären im Vergleich „deutlich niedriger“, so Logistikleiter Riedel.

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